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Heiko Winkler-moderne Technik und die angenehm „familiäre“ Atmosphäre

Heiko Winkler hat von 1995 bis 1999 an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (damals FHL) Nachrichtentechnik studiert. Im Interview spricht der heute 36jährige über seine Zeit an der Hochschule:

Was war Deine Motivation für ein technisches Studium? Und warum gerade in Leipzig?

Ich habe mich schon früh für Technik interessiert. Gegen Ende meiner Ausbildung zum Elektronikfacharbeiter mit Abitur erlebte ich einen „Tag der offenen Tür“ an der damaligen Telekom Fachhochschule. Damals war das Laborgebäude gerade neu eröffnet worden. Und ich bestaunte die moderne Technik und die angenehm „familiäre“ Atmosphäre – in diesem Moment wusste ich, dass ich in dieser Einrichtung studieren möchte.

Was war für Dich das wichtigste, das Du während des Studiums gelernt hast?

Es waren nicht die exakten Inhalte der Lehrveranstaltungen. Entscheidend für mich waren die Erlebnisse, wie ich mir – im Team – Wissen aneignen konnte und wie ich lernte, die Arbeitsergebnisse und meine Arbeitsorganisation zu verbessern.

Was hast Du als besonders lustig in Erinnerung?

Während der Präsentation meiner Diplomarbeit nutze ich für das Whiteboard den falschen Stift – einen Permanent-Marker! Als ich das während der Präsentation beim Versuch, das Whiteboard abzuwischen, bemerkte, fand ich es alles andere als lustig – danach schon!

Wie beurteilst Du den Zusammenhalt unter den Studierenden in Deiner Seminargruppe?

Während unseres Studiums empfand ich den Zusammenhalt als sehr angenehm. Er hat aus meiner Sicht erheblich zum Erfolg des Studiums - und zur Kurzweil – beigetragen. Ich möchte diese Zeit nicht missen und habe sie in sehr guter Erinnerung. Heute - knapp elf Jahre später -  ist die ehemalige Gemeinschaft leider nur noch in Fragmenten vorhanden. Aber ich bin sehr froh über die Kontakte, die auch heute noch bestehen und freue mich auf ein nächstes Seminargruppentreffen.

Was machst Du heute? Wie sieht Dein beruflicher Alltag aus?

Ich arbeite als Projektmanager bei der GISA GmbH, dem führenden IT-Dienstleister in Mitteldeutschland. In meiner Rolle verantworte ich Großprojekte für Öffentliche Auftraggeber, zum Beispiel den Freistaat Sachsen und das Land Berlin. Kein Tag ist wie der andere, und Routine gibt es praktisch nicht. Das macht mir Spaß, das fordert mich täglich heraus. Ich habe den Job gefunden, den ich gesucht hatte.

Gilt auch für Dich „lebenslanges Lernen“? Wenn ja, wie sieht das konkret aus?

Gerade in diesen Wochen erinnere ich mich wieder stark an das Studium zurück: Ich bereite mich auf eine Projektmanagement-Zertifizierung vor und das intensive Literaturstudium sowie die Arbeit in einer Lerngruppe geben mir ein Hochschulgefühl… ☺

Du hast lange bei T-Systems gearbeitet. Warum hast Du gewechselt?

Die Zeit bei T-Systems war für mich eine sehr interessante und lehrreiche Zeit. Der Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber zusammen mit meinem Team war die Suche nach einer neuen Herausforderung und zugleich die Chance, einen starken Einfluss auf die Rahmenbedingungen unserer Arbeitsweise nehmen zu können.

Glaubst Du, dass Dich die HfTL insgesamt gut auf das Berufsleben vorbereitet hat?

Ja, ohne Einschränkung.

Würdest Du Dich noch einmal für ein Studium an der HfTL entscheiden?

Ja, das glaube ich schon.

Was würdest Du einem Erstsemestler an der HfTL mit auf den Weg geben?

Ganz ehrlich? Er sollte das Studium zwar ernst nehmen, aber er sollte dabei auch nicht vergessen zu leben und zu genießen!

Was machst Du in Deiner Freizeit?

In meiner Freizeit zieht es mich hinaus ins Freie. Beim Laufen bekomme ich den Kopf frei. Meine Familie und meine Freunde sind mir sehr wichtig, und ich genieße das Leben in und um Leipzig.