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65 Jahre HfTL

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der HfT Leipzig

Herzlich Willkommen im Presse-Bereich der Hochschule für Telekommunikation Leipzig.

Wir informieren Sie hier über aktuelle Themen aus der HfTL, Personalia und Ergebnisse der Forschungen unserer Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer.
Gern helfen wir Ihnen bei Anfragen nach Experten aus dem Telekommunikationsumfeld oder bei der Suche nach Bilddokumenten aus der Nachrichten- und Informationstechnik und der HfTL.

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Torsten Büttner
+49 341 3062 120
torsten.buettner@hft-leipzig.de



Aktuelle Informationen aus der HfTL

Digitale Landwirtschaft

Drohne vor Laborgebäude der HfTL
Drohne vor Laborgebäude der HfTL
Aufnahme der Drohne von landwirtschaftlichen Arbeiten

GPS-gesteuerte Fahrzeuge sind mittlerweile Standard in der Landwirtschaft. Und die Digitalisierung macht vor der vor wenigen Jahren noch personalintensiven Land- und Fortwirtschaft nicht halt. Aber ganz ohne Menschen geht es doch nicht, und so sind Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine – gemeint ist hier ein Roboter oder ein autonomes System – ein hoch priorisiertes Forschungsgebiet.

Bei der Erforschung dieser Thematik kooperiert die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) von 2018 bis 2020 mit der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg, der Universität Novi Sad (Serbien) und der Technischen Universität Erzurum (Türkei) im europäischen Robotikprojekt HARMONIC. Die HfTL hat sich dabei auf eine intuitive Steuerung von Drohnen im landwirtschaftlichen Kontext mittels automatischer Bild- und Audiosignalanalyse spezialisiert.

Das deutsche Teilprojekt wird von den HfTL-Professoren Tilo Strutz und Oliver Jokisch geleitet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Betreut durch Professor Strutz, haben M. Eng. Alexander Leipnitz und studentische Mitstreiter umfangreiche Bildaufnahmen landwirtschaftlicher Szenen erstellt und die Performanz bereits existierender Bilderkennungsverfahren auf Basis neuronaler Netze untersucht. Die zugrunde liegenden Algorithmen segmentieren Bilder anhand erlernter Objektmerkmale.
Die analysierten Verfahren zeigen jedoch eine fehlende Robustheit bei kleinen Bildänderungen (z. B. Helligkeit), was den Einsatz unter realen Bedingungen erschwert und die Praxistauglichkeit infrage stellt. Diese Erkenntnisse konnten bei Messreihen mit standardisierten, internationalen Bilddatensätzen überprüft und belegt werden.
Derzeit forschen Prof. Strutz und Herr Leipnitz an optimierten Segmentierungsverfahren, um solche Schwachstellen bei Projektszenarien in der digitalen Landwirtschaft zu beheben. Bedingt durch laute und stark variierende Rotor- und Windgeräusche an einer Drohne, ist eine zielgerichtete akustische Signalverarbeitung schwierig. Schallquellen und nützliche Information – z. B. Sprachkommandos, Tierlaute oder zu analysierende Umgebungsgeräusche – müssen von Störquellen getrennt werden.
Professor Jokisch leitet die Akustikexperimente, u. a. an fliegenden Drohnen (B. Eng. Dominik Fischer), mit fixierten Drohnen in der Schallmesskabine (M. Eng. Franziska Wolf) sowie Mikrofonarray-Untersuchungen (M. Eng. Enrico Lösch). Neben naheliegenden Spracherkennungs- und Sprachqualitätsmessungen werden Verkehrs- und weitere Umgebungsgeräusche analysiert.
Eine Projektvision liegt darin, Drohnen künftig per Sprache oder durch Gesten zu steuern und die gewonnenen Daten (z. B. Luftbildaufnahmen) automatisch mit Hilfe neuronaler Netze auszuwerten, um eine nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen – beispielsweise durch die Optimierung von Erntezeitpunkt und -qualität oder durch einen effizienteren Düngereinsatz. Darüber hinaus gibt es eine Forschungskooperation mit der Gruppe Mobile Dialog Systems (Jun.-Prof. Ingo Siegert) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu weiteren Einsatzszenarien von Drohnen.
Erste Zwischenergebnisse des Projekts wurden auf Fachtagungen in Deutschland, Tschechien, Russland, China und in der Türkei publiziert, worüber in den russischen und chinesischen Medien auch berichtet wurde.

Zur HARMONIC-Projektseite

Россия 1 (Russland), 18.04.19: Erwähnung der Robotik- und Drohnenforschung durch Projektleiter Prof. Andrey Ronzhin (St. Petersburg) auf der ER/ZR-Konferenz in Kursk, Russland.
TV-Beitrag

Sichuan-News (China), 17.05.19: Vortrag zum dualen Studium und zur aktuellen Drohnenforschung beim Jianyang-Robotikforum von Fachhochschulen und Berufsschulen (Prof. Jokisch, HfTL).
TV-Beitrag

Redaktionsbeitrag

IIAKM Best Research Paper Awards für die HfTL

Prof. Jokisch (rechts) mit Prof. Yair Levy, IIAKM und Prof. Joanna Paliszkiewicz, Warsaw Univ. of Life Sciences, Konferenzleitung

Auf der diesjährigen Knowledge Management-Konferenz (KM 2019), die vom 26. bis 29. Juni in Warschau stattfand, wurde der Journalbeitrag „Revisiting automated project management in the digital age – a survey of AI approaches” der HfTL-Professoren Gunnar Auth und Oliver Jokisch sowie ihres Co-Autors Christian Dürk, Vorstand der CORIVUS AG, mit dem “Best Research Paper Award” des International Institute for Applied Knowledge Management (IIAKM), Miami ausgezeichnet.
Die gemeinsame Studie beschreibt den internationalen Forschungsstand von Künstlicher Intelligenz und ihren Softwareanwendungen im Bereich Projektmanagement. 

Damit kann die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) auf den zweiten IIAKM Award in Folge verweisen.
Bereits 2018 erhielten Prof. Jokisch und Kolleg*innen der BTU Cottbus-Senftenberg einen „Best Research Paper Award“ für ihren Artikel „Some Design Aspects of a Cognitive User Interface“ zur KM 2018-Konferenz in Pisa, der sich mit der Mensch-Maschine-Schnittstelle in Kognitiven Systemen befasst.

In Pisa wurde Oliver Jokisch außerdem mit dem „Fellow and Distinguished Scholar Award” des IIAKM geehrt.

Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfolge wurde die Ausrichtung der 9. KM-Konferenz im Juni 2021 nach Leipzig vergeben – die KM 2020 wird in Lissabon stattfinden.

 

Mehr Informationen zur Konferenz

Konferenz-Webseite: http://iiakm.org/conference/KM2019/

Artikel: Auth, G.; Jokisch, O.; Dürk, C.: Revisiting automated project management in the digital age - a survey of AI approaches. Online Journal of Applied Knowledge Management (IIAKM), Vol. 7(1), 27-39, June 2019 http://www.iiakm.org/ojakm/articles/2019/volume7_1/OJAKM_Volume7_1pp27-39.pdf

IfKom verleiht Preise für exzellente Abschlussarbeiten

Gruppenbild der IfKom Preisträger mit H. Leymann und Prof. C. Springer
Laudatio auf die Preisträger, H. Leymann, Bundesvorsitzender der IfKom
IfKom Preisträger Thorsten Ahlbrecht
IfKom Preisträger Alexander Leipnitz

Seit über zehn Jahren zeichnet die IfKom - Ingenieure für Kommunikation e. V. Absolventinnen und Absolventen der Hochschule für Telekommunikation (HfTL) für ihre exzellenten Abschlussarbeiten auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik aus.
In diesem Jahr entschieden sich die IfKom aufgrund der Vielzahl der hervorragenden Bachelor- und Masterarbeiten, zwei richtungsweisende Abschlussarbeiten zu prämieren.

Die Verleihung der Preise erfolgte im Rahmen der feierlichen Exmatrikulation unserer dualen Studierenden im Gewandhaus zu Leipzig. In seiner Laudatio hob Heinz Leymann, Bundesvorsitzender der IfKom, die hohe wissenschaftliche Qualität der ausgezeichneten Arbeiten hervor.

„Diese ausgezeichneten Abschlussarbeiten manifestieren die hohe akademische Qualität und den Praxisbezug der an der HfTL angebotenen Ausbildung. Als Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation freuen wir uns über diese Spitzenleistungen und sehen darin auch Garanten für die Lösung der anstehenden Herausforderungen der Digitalisierung in unserem Land.“, erklärte Leymann.

Alexander Leipnitz erhielt den IfKom-Preis für seine Abschlussarbeit auf dem Gebiet der digitalen Signalverarbeitung. In seiner Masterarbeit mit dem Titel „Kombination von maschinellem Lernen und konventioneller Signalverarbeitung zur dynamischen Szenenanalyse in Bildsequenzen“ betrachtet Leipnitz die Leistungsfähigkeit von modernen Convolutional Neural Networks, welche auf Basis von Trainingsdaten in der Lage sind, komplexe Objekte in Bildern zu identifizieren. Dabei zeigt er die Grenzen dieser Systeme im Kontext von Leistungsfähigkeit und benötigter Rechenleistung auf. In Fallstudien verglich er verschiedene Trainingsmethoden, um auch für unbekannte Bilder möglichst optimale Segmentierungsergebnisse zu erhalten. Dabei nutzte er verschiedene Signalverarbeitungsschritte und konnte so die Fehlerquote weiter verringern. Das Ergebnis seiner Arbeit erlaubt in Kombination mit herkömmlichen Bildverarbeitungsmethoden eine genauere Betrachtung der gefundenen Objekte in Videos, sodass die Kamerabewegungsrichtung und die Bewegungsrichtung von Objekten im Anschluss analysiert werden können.

Die Masterarbeit wurde von den Hochschullehrern Prof. Dr.-Ing. habil. Tilo Strutz und Prof. Dr.-Ing. Oliver Jokisch betreut. „Herr Leipnitz verfasste eine exzellente Masterarbeit mit zukunftsweisenden Schlussfolgerungen für die weitere Entwicklung von Objekterkennungssystemen und tangiert damit aktuelle Forschungsfragen in der Robotik- und Drohnenentwicklung.“, erklärt Professor Jokisch.

Alexander Leipnitz studierte von 2013 bis 2016 im dualen Bachelorstudiengang Kommunikations- und Medieninformatik, der in Kooperation mit der Deutschen Telekom AG angeboten wird, und schloss 2018 erfolgreich sein Masterstudium der Informations- und Kommunikationstechnik an der HfTL ab.

Einen weiteren IfKom-Preis konnte Thorsten Ahlbrecht, Absolvent des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs Wirtschaftsinformatik aus den Händen von Heinz Leymann entgegen nehmen. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit der Fragestellung der „Evaluation der Zuordnung von Werkzeug- und Softwarequalitätsmaß Klassifizierungen zu Qualitätsmerkmalen der Norm ISO/IEC 25000“.

Dabei untersuchte er, in welchem Umfang der Begriff Softwarequalität auf Grundlage der ISO/IEC 25000 Normenreihe durch Werkzeuge operationalisierbar ist und wie sich die Werkzeuge und Software-Qualitätsmaße des SQuaRE Frameworks klassifizieren lassen. In sechs verschiedenen Ansätzen wurden die 86 Software-Qualitätsmaße des System- und Software-Produkt-Qualitätsmodells klassifiziert und grafisch dargestellt, welche Werkzeuge zur Operationalisierung der Qualitätsmessung geeignet sind.

In hervorragender Weise konnte Ahlbrecht hier den Nachweis für das selbständige Erarbeiten einer komplexen, ingenieurtechnischen Aufgabenstellung erbringen. Diese entspricht vollumfänglich den Anforderungen, die an eine ingenieurwissenschaftliche Arbeit gestellt werden.

„Es ist für mich die beste Bachelorarbeit, welche ich seit Jahren erhalten habe und sie dient nun als Beispiel und Richtschnur für alle nachfolgenden Abschlussarbeiten. Diese Arbeit wäre auch als Masterarbeit mit sehr gut bewertet worden.“, stellt Prof. Dr.-Ing. Sabine Radomski als betreuende Hochschullehrerin fest.

Thorsten Ahlbrecht studierte von 2013 bis 2017 im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik an der HfTL.

Die HfTL ist eine durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) anerkannte private Hochschule in Trägerschaft der HfTL- Trägergesellschaft mbH, eine hundertprozentige Beteiligung der Deutschen Telekom AG. Die HfTL steht für Lehre und Forschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien und ist die einzige deutsche Hochschule mit diesem Spezialprofil.

Über die IfKom

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Studierende feierlich exmatrikuliert

Grußworte der Rektorin der HfTL, Prof. Dr. Christiane Springer
Gruppenbild Absolventen
Glückwünsche zum Studienabschluss von Martina Scharf, Telekom Ausbildung
Musikalische Umrahmung 2gegen3

197 duale Studierende der Deutschen Telekom feierten gemeinsam mit ihren Professoren, Kommilitonen, Eltern und Gästen den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums am 1. März 2019 im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses zu Leipzig.

Die Rektorin der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), Prof. Dr. Christiane Springer, verabschiedete die Studierenden aus den Reihen der eingeschriebenen Kommilitonen.
„Sie haben sich für anspruchsvolle und zukunftsorientierte Studienrichtungen entschieden und diese erfolgreich absolviert. Tragen Sie ihren akademischen Titel mit Würde, aber bleiben Sie nicht stehen. Ich gratuliere Ihnen im Namen der gesamten Belegschaft der Hochschule und wünsche Ihnen für Ihren weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg alles erdenklich Gute“, erklärte Prof. Springer.

Gemeinsam mit Martina Scharf, Telekom Ausbildung - Leiterin der Region Nord, zeichnete die Rektorin der HfTL mehrere duale Studierende für deren exzellente Studienleistungen aus.
„Sie sind Mitgestalter der digitalen Zukunft in der Deutschen Telekom und in unserer Gesellschaft. Nehmen Sie dieses Privileg aktiv an, entwickeln Sie sich kontinuierlich weiter und nutzen Sie dafür die zahlreichen Weiterbildungschancen in ihren künftigen Aufgabengebieten“, forderte Martina Scharf die Absolventinnen und Absolventen in ihrem Grußwort auf.
Bei dem dualen Studienmodell findet ein Wechsel zwischen sechswöchigen Praxisphasen im Konzern und einwöchigen Präsenzphasen an der HfTL statt. Ergänzt werden diese Phasen durch selbstständiges Lernen mithilfe einer internetgestützten Lernplattform sowie durch Unterstützung von regionalen Studiencoaches.

„Bleiben Sie hungrig! Hungrig nach Innovationen, streben Sie nach Neuem, nach Erfolgen und leben Sie eine aktive Startup-Kultur“, stimmte Frank Bindel, Direktor für strategische Projekte in der Deutschen Telekom, die Absolventinnen und Absolventen auf das künftige Berufsleben ein. Mit zahlreichen, anschaulichen Beispielen aus seiner langjährigen Tätigkeit in Innovationsbereichen der Deutschen Telekom, vermochte Bindel ein reales Bild von den künftigen Herausforderungen in einer immer digitaler werdenden Arbeitswelt zu zeichnen.

Ein weiterer Höhepunkt der Festveranstaltung war die Verleihung der IfKom-Preise für ausgezeichnete Studienabschlüsse auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik.

„Ich freue mich, dass wir seit über zehn Jahren diese Preise an Absolventen der HfTL vergeben dürfen. Dies zeigt die hohe Qualität der akademischen Ausbildung und es stimmt uns als Verband der Ingenieure für Kommunikation zuversichtlich, heute hier die künftigen Experten für die anstehenden Aufgaben der Digitalisierung zu sehen“, betonte Heinz Leymann, Bundesvorstand der IfKom e.V., in seinen Grußworten an die Absolventen.

Frank Schäfer, einer der Absolventen, ließ die Studienzeit mit einigen Episoden noch einmal Revue passieren und dankte abschließend im Namen aller Absolventen den Eltern, Partnern, Freunden, den Hochschullehrern und Mitarbeitern der Hochschule für die Unterstützung während des Studiums.

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