Zum Inhalt

Aktuelle Pressemitteilungen der Hochschule für Telekommunikation Leipzig

Hier finden Sie die aktuellen Pressemitteilungen aus dem Jahr 2018 der Hochschule für Telekommunikation Leipzig.
Pressemitteilungen aus den vergangenen Jahren finden Sie in unserem Pressearchiv.

Duale Studierende feierlich exmatrikuliert

Festrede des Rektors der HfTL, Prof. Volker Saupe
Ansprache Prof. Müller, Prorektor Studium und Forschung
Auszeichnung der besten Studierenden

Mit einem Festakt verabschiedete der Rektor der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Saupe, am 10. Februar 2018 über 200 dual Studierende im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses zu Leipzig aus den Reihen der eingeschriebenen Kommilitonen.

In seiner Festansprache ging der Rektor der HfTL auf die Herausforderungen eines dualen Studiums, die Vereinbarkeit von akademischer Ausbildung und dem parallelen Erwerb praktischer Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen der Deutschen Telekom ein.  Damit dieser Balanceakt auch gelingt, ist die internetbasierte Lehre ein wichtiger Bestandteil des dualen Studienmodells und ermöglicht den Studierenden einen Wissenserwerb auch außerhalb des klassischen Hörsaals.

Prof. Saupe thematisierte auch die kürzlich veröffentlichte Empfehlung des Wissenschaftsrates zur Nicht-Akkreditierung. Wesentliche Kritikpunkte sind hier der Einfluss des Trägers auf die akademischen Belange.

„Uns wurde durch den Wissenschaftsrat aber auch bestätigt, dass die Qualität der akademischen Ausbildung sich auf einem unverändert hohen Niveau befindet, vergleichbar mit staatlichen Hochschulen. Dies wird uns auch in den erfolgreichen Programmakkreditierungen unserer Studiengänge attestiert. Von dieser niemals infrage gestellten Qualität in der Lehre und dem Engagement unserer Hochschullehrer und wissenschaftlicher Mitarbeiter haben Sie im Studium profitiert und wir können Sie heute als Absolventen in unser Alumni-Netzwerk aufnehmen.“, bekräftigte Prof. Saupe in seiner Rede.

„Die besondere Studienorganisation im dualen Studium ist im Wissenserwerb dem direkten Studium ebenbürtig. Sie verfügen über vergleichbares Wissen und Fachkompetenzen wie in anderen Studienformen auch.“ bestätigte Prof. Dr. Jean-Alexander Müller, Prorektor für Studium und Forschung, in seiner Ansprache.
Er wünschte den Absolventen alles Gute für die berufliche Zukunft und forderte sie auf, sich durch ständige Weiterbildung für die fachlichen Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.

Svenja Kaiser, Martin Meszaros und Kevin Elmer dankten abschließend im Namen aller Absolventen den Eltern, Partnern, Freunden, den Hochschullehrern und Mitarbeitern der Hochschule für die Unterstützung während des Studiums.

Stellungnahme zur Akkreditierungsentscheidung des Wissenschaftsrates

Der Wissenschaftsrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung gegen die Akkreditierung der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) ausgesprochen.

Wesentliche Kritikpunkte waren Verstöße gegen die Freiheit von Lehre und Forschung und die Selbst- und Studienorganisation der HfTL sowie eine Überlastung der Lehre und damit eine geringe Forschungsleistung. Kritik an der Lehrkompetenz bzgl. der Studiengänge und Lehrenden wurde nicht geäußert.

Gesichert bleibt, dass die derzeit eingeschriebenen Studierenden ihr Studium mit einem staatlich anerkannten Hochschulabschluss beenden können. Der Abschluss der HfTL entspricht den Qualitätsansprüchen einer staatlichen Hochschule.

Die Veröffentlichung des Wissenschaftsrates zur Nicht-Akkreditierungsempfehlung zeigt, dass im Fokus der Kritikpunkte nicht die Qualität der akademischen Ausbildung, sondern der Einfluss des Trägers auf akademische Belange der Hochschule steht.
Deutlich wird die Qualität der Lehre an der HfTL beispielsweise anhand der erfolgreichen Programmakkreditierungen der Studiengänge durch die Akkreditierungsgesellschaft ASIIN e.V. So  gibt es in den derzeit laufenden und abgeschlossenen Verfahren bisher keine versagte Programmakkreditierung.

Diese Unterlagen sind öffentlich einsehbar z.B.

für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Telekommunikationsinformatik

für den direkten Bachelorstudiengang Telekommunikationsinformatik

für den Masterstudiengang Informations- und Kommunikationstechnik

sowie den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik

Die Evaluierung des Wissenschaftsrats wird auch einfließen in die in der vergangenen Woche zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), der Deutschen Telekom AG und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) vereinbarte Aufnahme von Verhandlungen über eine Stiftungsfakultät „Digitale Transformation“ an der HTWK. Die Deutsche Telekom AG begrüßt dieses Vorhaben als Weg in eine neue Ausrichtung. Eine zu verhandelnde und neu zu errichtende Stiftungsfakultät wäre Teil der HTWK und würde unabhängig von der Zukunft der HfTL eingerichtet. Aus Sicht des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst haben die vom Wissenschaftsrat bei der HfTL bemängelten Punkte keinen Einfluss auf die Qualität einer künftigen, neu eingerichteten Stiftungsfakultät an der HTWK.

Obwohl zwischenzeitlich durch die  HfTL eine entsprechende Aktualisierung der Grundordnung und weitere Hinweise des Wissenschaftsrates realisiert werden konnten, sieht der Wissenschaftsrat die Einflussnahme des Trägers als gravierenden Einschnitt in die Freiheit von Lehre und Forschung. Nicht bemängelt wurde die Qualität der Arbeit im akademischen Bereich.

Leipzig, 31.01.2018

 

Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Saupe

 

Rektor

Ein Wettbewerb ohne Verlierer!

Eröffnung der Siegerehrung durch Prof. Sabine Radomski
Studierende präsentieren ihre Projektergebnisse
Auszeichnung der Siegerteams

In diesem Jahr feiert der Software-Engineering Wettbewerb an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) ein Jubiläum. Seit fünf Jahren findet der von Prof. Dr.-Ing. Sabine Radomski initiierte studentische Wettbewerb an der HfTL statt und erfreut sich steigender Teilnehmerzahlen und komplexer werdender Themenstellungen aus IT-Unternehmen der Region und der Deutschen Telekom.

Im Rahmen der Siegerehrung wurden am 25. Januar 2018 aus den mehr als 300 teilnehmenden Studierenden die sechs besten Teams für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet.

Es sind nicht nur die von den zahlreichen Sponsoren bereitgestellten Preise, wie ein Scrum-Workshop, attraktive Weiterbildungsangebote im Bereich Open Source, Design Thinking und Sachpreise, welche diesen Wettbewerb so attraktiv machen. Vielmehr haben die Studierenden hier die Möglichkeit, an spannenden Themen aus der betrieblichen Praxis zu arbeiten und kreative Lösungswege zu entwickeln. Die Zusammenarbeit in örtlich verstreut agierenden Teams ist eine zusätzliche Herausforderung und gleichzeitig eine nicht zu unterschätzende Erfahrung für den späteren Berufseinstieg.

„Mich hat das Engagement und die Kreativität der Studierenden bei der Lösung der gestellten Aufgaben begeistert. In diesem Jahr sind wieder hervorragende Produkte entstanden, welche sofort in die betriebliche Praxis übernommen werden können.“ erklärt Prof. Sabine Radomski.

So hat eines der Teams im Modul Software Engineering eine exzellente Lösung zum sicheren Löschen von sensiblen Daten entwickelt. Der prognostizierte finanzielle Nutzen bei einem Einsatz zum Beispiel innerhalb der Deutschen Telekom bewegt sich im sechsstelligen Bereich und zeigt, wie praxisnah dieser Wettbewerb aufgestellt ist.

Mit einer Vereins-App für einen regionalen Fußballklub, einer Lösung für die Personalplanung eines örtlichen IT-Unternehmens konnten sich weitere Teams vordere Plätze sichern. Die von den Studierenden eingereichten Lösungen werden durch eine Jury nach definierten Kriterien bewertet. Dazu gehören der Schwierigkeitsgrad, der Nutzen und die Umsetzung entsprechend der Vorgaben.

Das zweitplatzierte Team präsentierte eine anspruchsvolle Lösung für die Darstellung von Bildern und Grafiken auf mehreren mobilen Endgeräten in einem Raum. Die Einbindung eines Whiteboards und verschiedener Darstellungsoptionen eröffnen neue Möglichkeiten bei einem Einsatz in Lehrveranstaltungen oder wissenschaftlichen Tagungen.

„Presentation to Animation“ – mit ihrem professionellen Ergebnis zu einer 3D-basierten Lösung für Präsentationen konnte sich die Studierenden den ersten Platz sichern. Bei der Live-Demonstration stellten sie innerhalb weniger Minuten eine personalisierte 3D Visualisierung mit beeindruckenden Effekten vor.

Gemeinsam mit den anwesenden Themenstellern und Sponsoren dankte Prof. Sabine Radomski in ihrem Schlusswort den Studierenden für die engagierte Teilnahme und drückte ihre Zuversicht aus, dass auch im kommenden Wettbewerb wieder hervorragende Ergebnisse erzielt werden.

Prof. Sabine Radomski lehrt an der HfTL in den Bereichen Verteilte Systeme, Software Engineering, Software Management sowie User Experience. Schwerpunkte ihrer Forschungstätigkeit sind Softwarequalität, IT-Sicherheit und Cloud Computing. Sie ist BITKOM-Expertin im AK Cloud Computing und Outsourcing (CCO), Mitglied der Task Force Software-Gestalter und engagiert sich seit vielen Jahren als Botschafterin für MINT-Projekte. Für den von ihr ins Leben gerufenen Softwarewettbewerb wurde sie von der Zeitschrift UNICUM 2015 als Professor des Jahres 2015 ausgezeichnet. 

Geprüfte Sicherheit: Gütesiegel für Software

Prof. Dr.-Ing. Sabine Radomski
Dr. Aleksandra Sowa

Wissenschaft, Politik und IT-Branche wollen gemeinsam Sicherheit und Datenschutz in der digitalen Welt stärken. So soll ein Gütesiegel für die Softwarequalität entwickelt werden, das Nutzern auf einen Blick Orientierung bietet. Dafür haben Prof. Dr.-Ing. Sabine Radomski, Hochschullehrerin an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), und Dr. Aleksandra Sowa innerhalb der Gesellschaft für Informatik e. V. den Arbeitskreis „Sicher in die Digitalisierung mit geprüfter Software“ gestartet.

Neben Chancen entstehen durch die Digitalisierung auch Risiken und damit Ängste bei den Verbrauchern. Die missbräuchliche Nutzung unrechtmäßig erhobener Daten, die Nichteinhaltung des Datenschutzes und unsichere IT-Systeme können zu sozialen, persönlichen und gesellschaftlichen Schäden führen.
In der gesellschaftlichen und politischen Diskussion wird das Thema des Datenschutzes und der -sicherheit bereits über einen längeren Zeitraum kontrovers diskutiert. Schlagworte wie Softwaresicherheits-Zertifikate, Vorgaben für Algorithmen oder der Begriff des technischen Datenschutzes münden aktuell in zwei praktischen Vorhaben: einerseits dem IT-Gütesiegel des BMI und andererseits in der Datenschutzzertifizierung der EU.

Da setzt das Vorhaben eines Gütesiegels für Softwarequalität an. Mit technischen und organisatorischen Maßnahmen können Anforderungen an eine sichere Software erfüllt werden. Dies beginnt bei der Definition und Einhaltung verbindlicher Software-Entwicklungsrichtlinien, der Prüfung der Software anhand fester Prüfkriterien und Standards sowie mithilfe von Methoden der Qualitätssicherung und schließt die wirtschaftliche Nachhaltigkeit ein.
„Wir möchten mit unserem gemeinsamen Engagement die große Bedeutung von Softwarequalität für die Digitalisierung deutlich machen und auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeiten. Aktuelle Ereignisse zeigen doch sehr deutlich, dass hier konkreter Handlungsbedarf besteht“, erklärt Prof. Sabine Radomski.
Zu den Partnern eines Gütesiegels Softwarequalität zählen u. a. das Bundesministerium für Sicherheit in der IT (BSI), BITKOM, Deutsche Telekom AG, TÜV-IT, TÜV-Süd, Gesellschaft für Informatik e. V., IT-Cluster Mitteldeutschland und das Fraunhofer Institute for Secure Information Technology (SIT).
Der Arbeitskreis „Sicher in die Digitalisierung mit geprüfter Software“ der Gesellschaft der Informatik e. V. wird neben dem Gütesiegel für Softwarequalität auch ethische Fragestellungen der Digitalisierung thematisieren und aktuelle Entwicklungen wie security by design, quality by design, ethics by design etc. sowie continuous integration und continuous delivery berücksichtigen und weiterentwickeln.

Prof. Sabine Radomski lehrt an der HfTL in den Bereichen Verteilte Systeme, Software Engineering, Software Management sowie User Experience. Schwerpunkte ihrer Forschungstätigkeit sind Softwarequalität, IT-Sicherheit und Cloud Computing. Sie ist BITKOM-Expertin im AK Cloud Computing und Outsourcing (CCO) und engagiert sich seit vielen Jahren als Botschafterin für MINT-Projekte. Für den von ihr ins Leben gerufenen Softwarewettbewerb wurde sie von der Zeitschrift UNICUM 2015 als Professor des Jahres 2015 ausgezeichnet.

Dr. Aleksandra Sowa ist zertifizierte Datenschutzbeauftragte, Datenschutzauditorin und IT-Compliance Manager. Sie gründete und leitete zusammen mit dem Kryptologen Hans Dobbertin das Horst-Götz-Institut (HGI) für Sicherheit in der Informationstechnik. Sie ist Publizistin, Gastdozentin und Autorin mehrerer Fachbücher zu Datenschutz und Compliance. Dr. Sowa engagiert sich auf vielfältige Weise für den Datenschutz und die Datensicherheit in einer digitalen Gesellschaft.

Erlebe Zukunft – Triff Pepper!

Die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) öffnet am 11. Januar 2018 im Rahmen des Hochschulinformationstages ihre Hörsäle und Labore für Schüler und Studieninteressierte. Von 09:00 bis 13:00 Uhr können unsere Gäste einen detaillierten Einblick in das Studienangebot der HfTL erhalten und den Campus im Süden Leipzigs kennenlernen.

Neben dem Besuch regulärer Vorlesungen und Seminare bieten wir mit unserem Programm zum Tag der offenen Hochschule in diesem Jahr spannende Themen aus verschiedenen Zukunftstechnologien an. Künstliche Intelligenz und Robotik „zum Anfassen“ präsentieren unsere Studierenden mit Pepper – einem humanoiden Roboter, welcher Mimik und Gestik analysieren und entsprechend darauf reagieren kann. Pepper und seine menschlichen Begleiter sind den gesamten Zeitraum des Tages der offenen Hochschule in der HfTL und beantworten Fragen zu ihrem Projekt, den Studieninhalten und den Ihren Karrierechancen nach dem Studium. Daran anknüpfend stellt Prof. Dr. Tilo Strutz gemeinsam mit Studierenden das Erkennen von Gesten vor und die Interessenten können auf spielerische Weise eine Lösung für das „Object- und Face-Tracking“ ausprobieren. Das Steuern von Geräten mit Hilfe von Gesten ist neben der Sprachsteuerung und dem Mobilfunk eines der ambitioniertesten Forschungsfelder der HfTL im Bereich der Nachrichtentechnik. Die vielfältigen Facetten der Digitalisierung erleben unsere Besucher bei Vorträgen zum Internet der Dinge (IoT) am Beispiel von zukünftigen digitalen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der digitalen Zukunft ist der Umgang mit Datenschutz und Datensicherheit. Prof. Dr. Erik Buchmann, der den Datenschutz an der HfTL in Forschung und Lehre vertritt, wird über aktuelle Probleme bei der Digitalisierung vortragen. Des Weiteren können sich die Studieninteressierten bei unserem Live-Vortrag „Man-in-the-Middle“ in die Perspektive eines Hackers begeben und mehr über diese Art von Angriffen aus dem Netz erfahren. Wie die intelligente Beleuchtung für das Auto der Zukunft funktioniert und welche völlig neuen Möglichkeiten die Kommunikation mit Licht bietet, erläutert Prof. Dr. Christian Bunge am Beispiel verschiedener Forschungsvorhaben in den Laboren der optischen Kommunikation der HfTL. Neben der Praxis im Studium steht an diesem Tag auch die individuelle Beratung der Studieninteressierten im Fokus. Hochschullehrer, Mitarbeiter und Studierende stellen die inhaltlichen Besonderheiten der Bachelor- und Masterstudiengänge vor und stehen für Gespräche zum Studieneinstieg, zur Vorbereitung und Bewerbung als Ansprechpartner zur Verfügung. Das gesamte Programm des Tages der offenen Hochschule finden Sie unter www.hftl.de/ot2018 zum Nachlesen und als Download.