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65 Jahre HfTL

Aktuelle Pressemitteilungen der Hochschule für Telekommunikation Leipzig

Hier finden Sie die aktuellen Pressemitteilungen aus dem Jahr 2018 der Hochschule für Telekommunikation Leipzig.
Pressemitteilungen aus den vergangenen Jahren finden Sie in unserem Pressearchiv.

Student aus Syrien erhält DAAD-Preis 2018

Übergabe des DAAD-Preises 2018 an M.Charaf im Gewandhaus zu Leipzig durch Prof. Baderschneider und Birgit Graf

Den DAAD-Preis 2018 der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) für ausländische Studierende erhält in diesem Jahr der syrische Student Mohamad Buchr Charaf. Im Rahmen der Exmatrikulationsfeier am 12. Oktober im Gewandhaus zu Leipzig wurde der Preis durch Prof. Dr. Claus Baderschneider, Prorektor für Internationales, überreicht.

Mohamad Buchr Charaf wurde für sein soziales Engagement und für seine wissenschaftlichen Leistungen durch Prof. Dr.-Ing. Michael Einhaus für den DAAD-Preis vorgeschlagen.
Dieser Vorschlag wurde durch Kommilitonen, den Studentenrat, Mitarbeiter der Hochschule und durch Prof. Dr. Claus Baderschneider, unterstützt.

Herr Charaf studierte an der HfTL im englischsprachigen Studiengang „Internationaler Master in Information and Communication Technology“ und hat für seine exzellente Abschlussarbeit auf dem Gebiet der 5G-Forschung den Abschluss als Master of Engineering erworben.

Innerhalb der von Prof. Einhaus geleiteten Forschungsgruppe um das Thema 5G ist Herr Charaf einer der aktivsten Teilnehmer und trägt mit seinen Ideen und Arbeitsergebnissen maßgeblich zum Erfolg der Forschungen und Überführung in aktuelle Lehrveranstaltungen bei. Daneben hat er zahlreiche Studierende bei Projekten, Ausarbeitungen für Lehrveranstaltungen und Abschlussarbeiten unterstützt. Während seiner Arbeiten im 5G-Forschungslabor hat er einen Schüler bei dessen Praktikum unterstützt und Studierende einer Darmstädter Hochschule bei deren Gastaufenthalt selbstständig betreut und in der Messtechnik des Labors geschult.

Hervorzuheben sind seine Aktivitäten im Forschungsbereich. So hat er mit einem weiteren Kommilitonen im Rahmen des EU-Projektes 5G-MoNArch eine selbst entwickelte Software bei  Meetings mit internationalen Projektpartnern (Samsung, Nokia, Huawei) vorgestellt, was anschließend auch eine entsprechende erfolgreiche Präsentation bei der EU in Brüssel im Rahmen des Projektes 5G-MoNArch nach sich zog.
Herr Charaf lieferte mit dem bereits erwähnten Kommilitonen auch einen Großteil des Beitrages der Deutschen Telekom zum letzten 5G-MoNArch Zwischenbericht.
Weitere wissenschaftliche Publikationen sind in Vorbereitung, bzw. wurden zwischenzeitlich eingereicht und befinden sich im Reviewprozess.
Er ist Koautor einer Patentanmeldung, die im Rahmen seiner bisherigen Arbeit im
5G-Forschungslabor entstanden ist. Weitere Patentanmeldungen sind gerade in Vorbereitung. Daneben präsentierte er die Forschungsgruppe bei internationalen Projektmeetings und stellte deren Ergebnisse und Arbeiten Rahmen des Technology Innovation Forum in der Telekom-Zentrale in Bonn in diesem Jahr einem größeren Fachpublikum vor.

„Ich halte Herrn Mohamad Buchr Charaf wegen seines sozialen Engagements, aber auch wegen seiner erfolgreichen, forschungsbezogenen Aktivitäten für einen würdigen Preisträger und freue mich, dass der akademische Senat meinem Vorschlag gefolgt ist“, erklärt Prof. Michael Einhaus.

Prof. Dr.-Ing. Michael Einhaus lehrt und forscht an der HfTL im Bereich Mobilfunk und Hochfrequenztechnik mit dem Schwerpunkt auf den zukünftigen Standard 5G, Mehrantennentechnologien und Weiterentwicklungen im Bereich der WLAN-Technologie.

Der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) würdigt herausragende Leistungen und besonderes soziales Engagement ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen. Die HfTL verleiht diesen Preis bereits zum dreizehnten Mal.

Studierende feierlich verabschiedet

Gruppenbild von Absolventen der HfTL
Antrittsrede der Rektorin der HfTL, Prof. Dr. Christiane Springer
Blick in den Mendelssohn-Saal des Gewandhauses zu Leipzig

Mit einem Festakt verabschiedete die Rektorin der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), Prof. Dr. Christiane Springer, am 12. Oktober 2018 direkte und berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudenten im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses zu Leipzig aus den Reihen der eingeschriebenen Kommilitonen.

In ihrem Grußwort gratulierte die Rektorin der HfTL den Absolventen zum erfolgreichen Abschluss des Studiums und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft.
„Ohne die Förderung durch den Träger, die Deutsche Telekom AG, wäre eine solche private Hochschule nicht existent. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Geschäftsführung der Trägergesellschaft für zahlreiche wertvolle Impulse und die Unterstützung bei Forschungsvorhaben bedanken. Unsere Studierenden profitieren davon in einem außerordentlichen Maß und können dieses Wissen sofort anwenden.“, erklärte Prof. Christiane Springer. In ihrer Rede würdigte Prof. Christiane Springer auch die Leistungen der Studierenden während eines berufsbegleitenden oder direkten Studiums. Insbesondere für ausländische Studierende ist die erfolgreiche Absolvierung einer akademischen Ausbildung in einer fremden Sprache eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.
„Wir als HfTL sind stolz, dass unter unseren Absolventen auch ausländische Studierende sind, welche ihren Abschluss mit hervorragenden Noten erreicht haben. Das ist ein praktisches Beispiel für eine weltoffene Hochschule, zu der wir uns ohne Wenn und Aber bekennen“ stellt Prof. Christiane Springer fest.
Gleichzeitig dankte sie ihrem Amtsvorgänger Prof. Saupe für die geleistete Arbeit und sieht darin auch die Verpflichtung, Forschung und Lehre in Zeiten des Umbruchs in diesem Sinne fortzuführen.
Gemeinsam mit den Prorektoren, Prof. Dr. Claus Baderschneider und Prof. Dr.-Ing. Thomas Meier, zeichnete die Rektorin der HfTL vier Studierende für ihre exzellenten Studienleistungen aus und überreichte den Absolventen ihre Urkunden.
Stellvertretend für alle Absolventen ließ Marc Pape die Studienzeit Revue passieren und stellte Höhepunkte aus seinem Bachelor- und Masterstudium an der HfTL in amüsanter Weise vor. Sein Dank galt den Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern sowie allen Mitarbeitern der HfTL für die engagierte Unterstützung der Studierenden.
„An der HfTL ist man als Student keine Nummer. Hier zählt Individualität und ein respektvoller Umgang zwischen Lehrenden und Studierenden. Dieses Umfeld hat mir und vielen meiner Kommilitonen beim Studium sehr geholfen.“ fasst Marc Pape abschließend zusammen.
Ein weiterer Höhepunkt der Festveranstaltung war die Verabschiedung des Altrektors Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Saupe in den Ruhestand. Stellvertretend für viele Wegbegleiter ging Prof. Dr. Thiem von der Hochschule Mittweida auf die verschiedenen Wirkungsstätten von Prof. Saupe im Lauf seines sechsundvierzigjährigen Berufslebens ein und lobte dessen engagierte Tätigkeit bei der Einführung des E-Learnings an sächsischen Hochschulen.
Daran anknüpfend dankte Dr. Elke Frank als Geschäftsführerin der Trägergesellschaft der HfTL Prof. Saupe für dessen langjährige, erfolgreiche Tätigkeit und hob seine Verdienste beim Aufbau der neu geplanten Stiftungsfakultät in die HTWK Leipzig hervor.
Mit der Übergabe der Amtskette an die seit dem 1. August amtierende Rektorin der HfTL, Prof. Christiane Springer, verbindet Dr. Frank die besten Wünsche für eine erfolgreiche Amtszeit.
In ihrer Antrittsrede ging Prof. Christiane Springer auf den Balanceakt einer privaten Hochschule, sprich der Einhaltung der Hochschulautonomie innerhalb eines international agierenden Konzerns ein. Die Akzeptanz der Entscheidung des Wissenschaftsrates ist anzunehmen. „Gleichzeitig gilt es aber, professionell im Sinne unserer Studierenden zu handeln. Ihnen einen Studienabschluss zu ermöglichen und die Leistungen aus fünfundsechzig Jahren Hochschulgeschichte zu bewahren.“ erklärte die Rektorin der HfTL.
Daran schloss sich in seinen Grußworten der Rektor der TU Freiberg, Prof. Dr. Barbknecht, an. Die Einzigartigkeit des Studienangebotes der HfTL für den Bildungsstandort Sachsen ist ein nicht zu unterschätzender Mehrwert und Prof. Barbknecht unterstrich, es kommt nicht auf die quantitative Größe der Hochschule an, sondern auf die inhaltliche Qualität der Ausbildung. Und hier erkennt er deutliche Parallelen zwischen beiden Bildungseinrichtungen.
Als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz würdigte er die erfolgreiche Arbeit von Prof. Saupe bei der Implementierung des E-Learnings in der akademischen Bildungslandschaft im Freistaat Sachsen.

Neuer Hochschullehrer stärkt Forschung und Lehre in der EMV und Kommunikationstechnik

Dr.-Ing. Robert Geise

Dr.-Ing. Robert Geise ist zum 01. August 2018 als Hochschullehrer im Fachgebiet Elektrotechnik und Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) berufen worden. Er wird ab dem kommenden Wintersemester in den von der HfTL angebotenen Bachelor- und Masterstudiengängen Vorlesungen mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Antennentechnologie, elektromagnetische Felder und Wellenausbreitung halten.

Neben der theoretischen Wissensvermittlung wird Dr. Geise praxisorientierte Lehre in den Laboren der HfTL geben und dabei in seinen Übungen den Studierenden anhand eigener Erfahrungen aus der Forschung einen tieferen Einblick in das Gebiet der EMV u.a. mit dem Schwerpunkt Messtechnik und Antennentechnologie geben.

Dr. Geise schloss 2004 erfolgreich sein Studium als Diplom-Ingenieur an der Technischen Universität Braunschweig ab. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Braunschweig forschte er im Institut für Elektromagnetische Verträglichkeit  gemeinsam mit Industriepartnern aus dem Bereich der Luftfahrt und der Automobilindustrie. 2010 promovierte er erfolgreich an der TU Braunschweig und war anschließend als Post-Doc im dortigen Institut für Elektromagnetische Verträglichkeit Leiter einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe, welche erfolgreich Drittmittelprojekte mit dem Fokus Luftfahrt, Navigation und Kommunikation realisierte.

Die HfTL freut sich, mit Dr. Geise einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Elektromagnetischen Verträglichkeit gewonnen zu haben, welcher dieses Kerngebiet der Kommunikationstechnik weiter entwickeln und durch seine praxisnahe Forschung wichtige Impulse in die Lehre geben wird.

„Ich möchte Studierende motivieren, sich über die Lehrveranstaltung hinaus mit dem Thema zu beschäftigen und eigene, kreative Lösungsansätze und technische Kompetenzen zu entwickeln. Dabei sehe ich mich als fachlichen Mentor, welcher den Studierenden Denkanstöße und mit der Erfahrung aus vielfältigen Projekten Hilfestellung und Orientierung gibt“, beschreibt Dr. Geise seinen Anspruch an die Lehre.

Seinen Forschungsschwerpunkt sieht er vorrangig in der weiteren Entwicklung von Mess- und Analysetechnik für die Navigation und Kommunikation, zum Beispiel hinsichtlich der Integritätsbewertung von Navigationssystemen der Luftfahrt und im Bereich der Car-to-Car-Applikationen.

Dr. Geise kann auf zahlreiche wissenschaftliche Publikationen und Vorträge verweisen, ist Inhaber zweier Patente und eines Best Paper Awards sowie Gewinner eines Gründungs- und Ideenwettbewerbs für das Projekt eines skalierten Modelflughafens.

Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen in interdisziplinärer Forschung sowie auf den Austausch mit Studierenden über interessante Lehrinhalte und die Gestaltung seines Lehrgebiets.

 

Rektor der HfTL geht in den Ruhestand

Der langjährige Rektor der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Saupe, wird zum 31. August 2018 in den Ruhestand verabschiedet. Bereits zum 31. Juli 2018 wird er die Amtsgeschäfte an Frau Prof. Dr. Christiane Springer übergeben.

Prof. Saupe kann auf über sechsundvierzig erfolgreiche Arbeitsjahre zurückblicken, davon über dreißig in der akademischen Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Wissenschaftlern.

Angefangen vom technischen Studium an der Hochschule Mittweida, welcher sich Prof. Saupe auch heute noch als Alumnus verbunden fühlt, über eine Anstellung als Labor-Ingenieur im Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt (jetzt Chemnitz) und als wissenschaftlicher Mitarbeiter, sammelte er zahlreiche praktische Erfahrungen. Diese konnte er mit der Gründung eines eigenen Unternehmens in der IT-Branche umsetzen.

Als anerkannter Experte für IT-gestützte Bildungssysteme und Technologien implementierte er im Rahmen unterschiedlicher Projekte ab dem Jahr 2000 das E-Learning an sächsischen Hochschulen.  
Daneben leitete er verschiedene, auch durch die Europäische Union geförderte Bildungs- und Forschungsprojekte und war in Führungspositionen verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen tätig. 

Mit der Berufung als Hochschullehrer für die Fachbereiche Elektrotechnik und Werkstoffe/Bauelemente an die HfTL leitete er gleichzeitig ab 2007 das Institut für duales Studium und Wissenstransfer. Als Leiter dieses Instituts war er maßgeblich für die erfolgreiche Ausgestaltung des dualen und nachfolgend berufsbegleitenden Studienportfolios in Kooperation mit der Deutschen Telekom verantwortlich. Seine didaktischen Erfahrungen bei der wissenschaftlichen Arbeit mit
IT-Lernplattformen ermöglichten der HfTL in kürzester Zeit eine erhebliche Steigerung der Anzahl von Studierenden im dualen System.

Mit der Wahl zum Rektor der HfTL übernahm Prof. Saupe ab 2010 die Amtsgeschäfte. In seiner Amtszeit konnte er die HfTL als wissenschaftliche Einrichtung mit einer hohen Praxisorientierung in der akademischen Bildungslandschaft national und international positionieren. Sein Fokus lag dabei auf der didaktischen und inhaltlichen Weiterentwicklung der dualen und berufsbegleitenden Studiengänge und einer auf die Zukunftstechnologien einer digitalen Gesellschaft ausgerichteten, Lehr- und Forschungstätigkeit. In diesem Sinne wirkte er maßgeblich an der Neuausrichtung der HfTL im Rahmen der Verhandlungen zur Gründung der Stiftungsfakultät „Digitale Transformation“ an der HTWK Leipzig mit und hat hier entscheidenden fachlichen Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit und Inhalte der künftig dort in Kooperation mit der Deutschen Telekom angebotenen dualen Studiengänge ausgeübt.

Die Geschäftsführung der HfTL Trägergesellschaft bedankt sich bei Prof. Saupe für die gute Zusammenarbeit gerade auch in Zeiten der Veränderung: „Die Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Saupe war stets vertrauensvoll und sehr konstruktiv. Besonders beim Aufbau der neu geplanten Stiftungsfakultät in die HTWK hatte er maßgeblich Anteil am Erfolg“, so Dr. Elke Frank, Leiterin Personalentwicklung der Deutschen Telekom. Herr Prof. Saupe verkörpert die Themen Führung und Loyalität in seiner Person in besonderer Weise.

Wir wünschen Prof. Saupe alles Gute im Ruhestand und freuen uns, dass er künftig als Gastdozent weiterhin an der HfTL lehren wird.

Prof. Dr. Christiane Springer als neue Rektorin der HfTL gewählt

Prof. Dr. Christiane Springer, neue Rektorin der HfTL
Gratulation zur Wahl für die neue Rektorin Prof. Springer vom Amtsinhaber Prof. Saupe

Der Erweiterte Senat der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) hat am 26. Juni 2018 Prof. Dr. Christiane Springer mit absoluter Mehrheit als neue Rektorin gewählt.

Sie übernimmt zum 1. August 2018 das Rektoramt von Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Saupe, welcher seit 2010 dieses Amt innehatte und mit Ablauf des Semesters in den Ruhestand geht. In seiner Amtszeit hat er das duale und berufsbegleitende Studienangebot kontinuierlich erweitert und den Lehr -und Forschungsschwerpunkt der HfTL auf die Zukunftstechnologien einer digitaler werdenden Gesellschaft fokussiert.

Prof. Springer forscht und lehrt seit Mitte 2010 als Professorin in den Fachgebieten BWL, Marketing und Management. Nach ihren Tätigkeiten bei Microsoft, dem ZDF, dem Fraunhofer‐Institut, der Leipziger Messe und der Ogilvy-Gruppe, leitete sie neben ihrer Promotion das Competence Center Media Management an der Handelshochschule Leipzig (HHL) und übernahm vor ihrer Berufung die  Geschäftsführung der Leipzig School of Media (LSoM).

„In meiner Amtszeit ist die Sicherung der akademischen Qualität unserer Lehre und praxisorientierten Ausbildung im engen Austausch mit der Deutschen Telekom eines der vorrangigen Ziele.“, erklärt Prof. Springer vor den Mitgliedern der Hochschule. Sie stelle sich gern den bevorstehenden Herausforderungen, sagte sie mit Blick auf die künftige Entwicklung der HfTL.

Von Leipzig nach Las Vegas

Die Projektgruppe "Dezibot" im Lbor Technische Informatik der HfTL
Dezibot

Vier Leipziger Schülerinnen und Schüler, ehemalige Teilnehmer der Junior-Ingenieur-Akademie in der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), nehmen gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Wagner am World Congress in Computer Science, Computer Engineering, & Applied Computing (CSCE 18) in diesem Sommer in Las Vegas teil. In einem Vortrag vor Fachpublikum stellen sie ihr Projekt eines preiswerten Roboterbausatzes namens „Dezibot“ für den Informatikunterricht an Schulen vor.

Mit Las Vegas verbinden die meisten Menschen den hell erleuchteten Las Vegas Strip mit seinen riesigen Hotels, Casinos und touristischen Sehenswürdigkeiten. Aber die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada hat noch mehr zu bieten. So zum Beispiel einen der renommiertesten Informatikkongresse weltweit. 

Und zu diesem Kongress reisen die vier Elftklässler Saskia Uta Dübener, Anton Jacker, Anina Ambra Morgner und Hans Felix Haupt aus drei Leipziger Gymnasien gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Wagner vom 30. Juli bis 2. August 2018.

Der World Congress in Computer Science, Computer Engineering, & Applied Computing (CSCE 18) mit rund 2.000 Teilnehmern beinhaltet mehr als 20 Haupttracks und mehr als 120 Vorträge und
Panelsessions zu unterschiedlichen Themen der IT aus universitärer Forschung, Industrie und Verwaltung.

Einen dieser Vorträge werden die Schülerinnen und Schüler zu ihrem Forschungsthema „Dezibot“ halten und dabei ihren aktuellen Forschungsstand anhand des entwickelten Roboters  vorstellen. Verbunden damit ist die Publikation ihres Papers im Konferenzband und als separates Kapitel im später erscheinenden Buch der Konferenz.

Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte bereits 2015, als die Schülerinnen und Schüler an der auf zwei Jahre ausgelegten Junior-Ingenieur-Akademie an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) teilnahmen. Diese  ersetzt das regulär an Gymnasien stattfindende Profil in Klasse 9 und 10 und wird unter anderem durch die Deutsche Telekom Stiftung und Porsche unterstützt. Dort lernten sie im Jahr 2017 Prof. Jens Wagner kennen und stellten sich gemeinsam die Frage nach der Entwicklung eines kostengünstigen Roboterbausatzes für Schulen, um den Informatikunterricht praktisch erlebbarer zu gestalten.

„Nach unserem Verständnis sollte Programmierung und Robotik fester Bestandteil der Lernkultur am Gymnasium sein. Mit unserem Projekt und dank der großzügigen Förderung der Telekom-Stiftung, des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und dem Cluster IT Mitteldeutschland e.V konnten wir hier gemeinsam mit Prof. Wagner als Mentor unsere Vorstellungen in die Tat umsetzen“, erläutert Saskia Uta Dübener stellvertretend für die Projektgruppe die Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Einen ersten Erfolg gab es bereits mit einer vielbeachteten Teilnahme an der Studierendenkonferenz für Informatik2017 der Gesellschaft für Informatik (SKILL) in Chemnitz. Dort stellten sie ihren Prototypen des Dezibots vor. Inzwischen ist die Junior-Ingenieur-Akademie nach zwei spannenden Jahren zu Ende gegangen, aber die Schüler haben sich entschlossen, das Projekt weiter voranzutreiben.
So ist der aktuelle Prototyp WLAN-fähig und kann andere Roboter mittels Infrarot lokalisieren, sich vernetzen, kommunizieren bzw. sich selbst orten. Auch in Sachen Nachhaltigkeit ist es gelungen, statt Batterien einen über eine USB-Schnittstelle aufladbaren Akku zu verwenden und so die Praxistauglichkeit/Anwendbarkeit im täglichen Einsatz zu steigern. Bei der technischen Weiterentwicklung wurde das primäre Ziel, die Kosten des Dezibots bei rund zehn Euro zu halten, nie in Frage gestellt.

„Ich bin vom Engagement der Schülerinnen und Schüler und von ihrer Kreativität begeistert. Sie haben sich ambitionierte Ziele gesteckt und sich von Schwierigkeiten nicht entmutigen lassen. Insofern freut es mich sehr, dass sich aus der von mir empfohlenen Einreichung des Short-Papers zur CSCE18 nun ein Fachvortrag entwickelt hat“, erklärt Prof. Jens Wagner und verweist auf den hohen inhaltlichen Anspruch der Konferenz.

Prof. Dr. Jens Wagner lehrte und forschte seit 2009 an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) im Fachbereich Technische Informatik. Er begeisterte seit dem Start in der Junior-Ingenieur Akademie die Teilnehmer im Bereich der Robotik durch spannende, praxisnahe Projekte. Eine der Veranstaltungen zielte auf wissenschaftliches Arbeiten ab, woraus die Schülerinnen und Schüler dieses Projekt entstehen ließen.

Seit April 2018 lehrt Wagner an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) im Fachbereich Mobile Robotik. Dieses  Projekt wird er an der HTWK Leipzig fortsetzen.

Die HfTL ist eine durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) anerkannte private Hochschule in Trägerschaft der HfTL- Trägergesellschaft mbH, eine hundertprozentige Beteiligung der Deutschen Telekom AG. Die HfTL steht für Lehre und Forschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien und ist die einzige deutsche Hochschule mit diesem Spezialprofil.

Die Präsentation auf der Informatik Weltkonferenz wird durch die Deutsche Telekom Stiftung sowie das Sächsische Staatsministerium für Kultus und dem Cluster IT Mitteldeutschland e.V unterstützt. Das laufende Projekt wird jedoch privat finanziert. Dafür nimmt der Förderverein der Neuen Nikolaischule gern Spenden entgegennimmt:

DE22 8605 5592 1100 5262 14 Kennwort: „Dezibot“

Mehr Information zu diesem Projekt findet man auf dezibot.de. Der auf der Skill gehaltene Vortrag ist zudem als Video unter dezibot.de/yt zu finden.

Absolventin der HfTL erhält VDE-Preis

Übergabe des Preises an Stephanie Bauer

Auf der diesjährigen Hauptversammlung des VDE-Bezirksvereins Leipzig/ Halle in den Räumen der enviaM in Halle/Saale wurden neben aktuellen Themen, wie der Digitalisierung der Gesellschaft, der Weiterbildung von Experten auch traditionell herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Stephanie Bauer, Absolventin der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), erhielt für ihre exzellente Abschlussarbeit auf dem Gebiet der IT-Sicherheit einen der Preise des VDE-Bezirksvereins.
Nach der Ansprache von VDE-Vorstand Heinrich Wienold zu den künftigen Herausforderungen des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) wurden drei Absolventen verschiedener mitteldeutscher Hochschulen für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet.
Für die Erarbeitung eines innovativen Sicherheitskonzepts für Docker Container nach der Vorgehensweise des IT- Grundschutzes des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhielt Stephanie Bauer, Absolventin des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der HfTL einen der vom VDE gestifteten Preise. Frau Bauer ist Mitarbeiterin der Deutschen Telekom AG im Bereich Internal Audit and Risk Management.

Ausgangspunkt der Bachelorarbeit war der Ansatz des BSI, mit dem IT-Grundschutz die Funktionsfähigkeit von Informationstechniken zu gewährleisten und wirksame Schutzmechanismen gegen Gefährdungen darzustellen. In der detaillierten Ausarbeitung des Sicherheitskonzepts von Frau Bauer wird geprüft, inwieweit die vorhandenen Inhalte der IT-Grundschutz-Kataloge ausreichend spezifiziert sind für Docker Container, oder ob es weitere Gefährdungen und Sicherheitsmaßnahmen gibt, die spezifisch für diese Container Technologie ergänzt werden sollten.

Prof. Dr. Erik Buchmann lehrt an der HfTL im Bereich Datenschutz und Sicherheit in Informationssystemen und betreute die Abschlussarbeit von Frau Bauer. "Mit dieser hervorragenden Bachelorarbeit ist es gelungen, bekannte Sicherheitsrisiken bei der Arbeit mit Docker-Container zu minimieren. Ich freue mich, dass der VDE diese richtungsweisende Abschlussarbeit prämiert hat.“, erklärt Prof. Buchmann.

Einen weiteren Preis erhielt Stephan Segieth, Absolvent der Hochschule Merseburg und Mitarbeiter der LAMTEC GmbH & Co. KG für seine im Rahmen der Masterarbeit erstellte modulare Prozesssteuerung eines industriellen Brennsystems. Gleichfalls mit einem Preis ausgezeichnet wurde René Bergler, Mitarbeiter der EWM AG und Absolvent der Hochschule Anhalt für die Optimierung der SPS-Schnittstelle zur Steuerung von Prozessabläufen beim Lichtbogenschweißen.

Wir gratulieren allen Preisträgern zu diesen hervorragenden Leistungen und danken dem VDE für die Ausrichtung dieses wissenschaftlichen Wettbewerbs.

Vereinsgründung: „Leipzig Science Network“ strebt strategische Zusammenarbeit im Leipziger Wissenschaftsbetrieb an

Der Vorstand des Leipzig Science Network: Daniel Mayer (Administrativer Geschäftsführer Deutsches Biomasseforschungszentrum), Claudia Kostka (Verwaltungsleiterin TROPOS - Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V.), Oliver Grimm (Kanzler Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig) (v.l.n.r.). Foto: Philip Köhler.
Logo des Leipzig Science Network

Der Wandel der Rahmenbedingungen für die öffentliche Wissenschaftsfinanzierung, der Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte, die wissenschaftliche Sichtbarkeit sowie zukünftige Drittmittel-förderungen sorgen für neue Herausforderungen im Wissenschaftsbetrieb. Mit der Vereinsgründung des „Leipzig Science Network“ (LSN) haben Vertreter verschiedener Leipziger Institutionen am 17. April 2018 den Aufbau eines nachhaltigen Wissenschaftsnetzwerkes für den Standort Leipzig initiiert. Gemeinsam sollen die vielfältigen administrativen Aufgaben des Wissenschaftsbetriebs zukünftig besser koordiniert und strategisch ausgebaut werden.

Unter dem Dach des neu gegründeten gemeinnützigen Vereins, dem sich aktuell insgesamt 15 Leipziger Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen angeschlossen haben, sollen sowohl wissen-schaftliche Kooperationen ausgebaut wie gemeinsame Aktivitäten der in der Region ansässigen Forschungsinstitutionen gebündelt werden. Hierzu zählen unter anderem (inter-)nationales Standort-marketing sowie die Repräsentation gegenüber Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Gemeinsames Ziel ist es, den Wissenschaftsstandort Leipzig inhaltlich zu stärken und die Sichtbarkeit nach außen zu erhöhen.

„Mit dem Leipzig Science Network wollen wir die Zusammenarbeit der Wissenschaftseinrichtungen in der Region Leipzig insgesamt intensivieren und kooperative Lösungen für gemeinsame Aufgaben aller Einrichtungen initiieren, etwa bei Personalangelegenheiten, dem schnellem Ankommen externer Gastwissenschaftler, Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der IT. Durch die Konzeption und Implementierung einer auf die Wissenschaftsregion Leipzig zugeschnittenen Netzwerklösung können außerdem die vielfältigen Kooperationsstrukturen zwischen den Institutionen gebündelt und strategisch ausgebaut werden. Über allem steht die Idee, die Ansiedelung von Kompetenzen im Bereich der Wissenschaft insgesamt zu erleichtern. Hierfür ist ein stabiles und nachhaltiges Netzwerk wie das LSN unerlässlich“, so Daniel Mayer, der administrative Geschäftsführer des DBFZ, der auch Vorsitzender des neu gegründeten Vereins ist.

Entstanden ist die Idee der Vereinsgründung aus dem „Arbeitskreis Synergien“, dem die Verwaltungsleiter der Leipziger Wissenschaftseinrichtungen angehören. Dieser ist wiederum aus den Wissenschaftsregionen des sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) hervorgegangen. Ein Initiativbudget des SMWK hat schließlich auch die Gründung des LSN möglich gemacht. „Im Arbeitskreis Synergien haben wir uns ganz praktisch zu Veranstaltungen abgestimmt, zum Beispiel zur Langen Nacht der Wissenschaft. Wir tauschen uns aber auch über viele gemeinsame Organisationsfragen aus, etwa bei Dual-Career-Wünschen von Wissenschaftlern. Das Netzwerk des LSN ermöglicht kurze Wege zwischen Arbeits- und Leitungsebene. Dies erleichtert die gemeinsame Arbeit, sorgt für bessere Kommunikationsprozesse in Forschung und Verwaltung und schafft Ressourcen für neue Tätigkeitsfelder“, so die Kanzlerin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Birgit Dräger, die zugleich eine der Vorsitzenden des Arbeitskreises ist.

Mitglieder des Leipzig Science Network:

  • Universität Leipzig
  • Universitätsklinikum Leipzig
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ
  • Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie Leipzig
  • Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig
  • Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften
  • Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
  • Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig
  • DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
  • Leibniz-Institut für Troposphärenforschung – TROPOS
  • Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V. – IOM
  • Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig HGB
  • Hochschule für Telekommunikation Leipzig HfTL
  • Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
  • Berufsakademie Sachsen Staatliche Studienakademie Leipzig

Neuer Hochschullehrer für Angewandte Informatik an der HfTL

Ingo Müller, Ph.D.

Herr Ingo Müller, Ph.D., ist zum 01. März 2018 als Hochschullehrer im Fachgebiet Angewandte Informatik / Programmierung eingestellt worden. In den von der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) angebotenen Bachelor- und Masterstudiengängen wird er in seinen Vorlesungen den thematischen Schwerpunkt auf den gesamten Zyklus der Erstellung von Software legen.

Die HfTL gewinnt mit Herrn Müller einen Wissenschaftler, welcher durch seine internationalen Erfahrungen in der IT-Branche die anwendungsorientierte, wissenschaftliche Lehre stärken wird.
Seine Zusammenarbeit mit Industriepartnern im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten wird neue Impulse für die weitere Ausgestaltung der praxisnahen Forschung an der HfTL geben können.

Müller schloss 2002 erfolgreich sein Studium als Diplom-Informatiker an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU Jena) ab. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FSU Jena legte er seinen Tätigkeitsschwerpunkt auf die Forschung und damit eng verbunden die Entwicklung und Ausgründung von Spin-offs.   So war er Mitgründer und Entwickler der The-Agent-Factory GmbH, welche 2003 als Spin-off aus der FSU Jena ausgegründet wurde. Parallel dazu lehrte er als Gastdozent an der Fachhochschule Erfurt und sammelte hier Erfahrungen bei der Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen.

2009 promovierte Müller erfolgreich an der Swinburne University of Technology in Melbourne zum Ph.D. und war nachfolgend dort als Postdoktorand in unterschiedliche Lehr – und Forschungstätigkeiten eingebunden. Während seines Aufenthaltes in Australien wirkte Müller darüber hinaus als Research Fellow an der Deakin University in Melbourne und am Forschungsinstitut NICTA an der Planung eines Cyber-Security Forschungszentrums mit. Als Software-Ingenieur bei der Lock Box Pty Ltd. in Melbourne beschäftigte sich Müller intensiv mit allen Phasen  der Softwareentwicklung in einem international geprägten Wirtschaftsumfeld.

„Die hier gewonnen Erfahrungen, angefangen von der Planung, dem Design über die Implementierung, das Deployment bis hin zu Dokumentation und dem nicht zu unterschätzenden Part des Kundenservices, bzw. Support möchte ich den Studierenden in meinen Lehrveranstaltungen vermitteln. Gleichzeitig ist es mir wichtig, auch kulturelle Erfahrungen und Unterschiede einzubringen und so die Kompetenzen der Studierenden zu steigern“ erklärt Ingo Müller.

Seinen Forschungsschwerpunkt an der HfTL, ausgehend aus seiner Tätigkeit in der Industrie, sieht Müller in den Bereichen des Secure Software Engineering und der Digital Identity. Neben technischen Aspekten stehen auch nicht-technische Aspekte, wie z.B. die Benutzerfreundlichkeit (usability) der erstellten Lösungsansätze im Fokus seiner künftigen Forschungstätigkeit. Müller kann auf zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen und Vorträge verweisen, ist Mitglied der Association for Computing Machinery (ACM) und hat in Folge mehrjährig Workshops zum Thema Service-Oriented Computing and Agent-based Engineering auf der International Joint Conference on Autonomous Agents and Multiagent Systems (AAMAS) organisiert.

Dienstleistungen werden smart mit LESSIE

Am 18.-19. April 2018 findet in Leipzig das Innovationsforum „LESSIE“ statt. LESSIE steht für „Leipziger Smart Service Engineering“ und legt den Grundstein für ein Smart Service Lab, das  künftig Innovationspotenziale bündeln und den Wandel zu einer Smart Service Welt aktiv mitgestalten soll.

Das Innovationsforum ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF) gefördertes Projekt, welches das Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. in Kooperation mit der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) und dem Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI) der Universität Leipzig in den Räumlichkeiten von EWERK (im Bernsteincarré, Brühl 24, 04109 Leipzig) durchführt.

Es erwarten Sie spannende Vorträge und Präsentationen, wie etwa von Schindler Group, InnoZ, Kiwigrid, highQ, Teilauto und der Leipziger Gruppe sowie vielen anderen Unternehmen und Partnern aus der LESSIE Community. Darüber hinaus werden neue Smart Service-Ideen vorgestellt, welche die assoziierten Partner der LESSIE-Initiative in den Workshops bereits im Vorfeld entwickelt haben.

Ziel von LESSIE ist die Stärkung und engere Vernetzung der hiesigen IT-Dienstleistungswirtschaft. Dabei sollen mittelständische Unternehmen von einer umfangreichen Vernetzung zwischen den Branchen sowie durch die Verbindung von interdisziplinärem Wissen durch wissenschaftliche Einrichtungen profitieren. Fachliche Schwerpunkte setzt die Initiative in die Themenfelder Mobilität und Energie, da sich hier große Überschneidungen und Entwicklungspotentiale in andere, wichtige Lebens- und Wirtschaftsbereiche, wie etwa Gesundheit oder Logistik, anbieten.

„Neue technische Möglichkeiten durch das IoT, die Cloud, Big Data und Apps bieten ungeahnte Möglichkeiten zur Gestaltung digitaler Dienstleistungssysteme. Beispiele wie Carsharing, Online-Banking und E-Mobility verdeutlichen, dass ein komplexes Zusammenspiel von vernetzten Objekten, datengestützter Leistungserzeugung und Geschäftsmodellinnovationen erforderlich ist. Solche Innovationen systematisch voranzubringen, ist das Ziel von LESSIE. Im Innovationsforum werden dabei zunächst verschiedene Smart Services als Impulse gesetzt und methodische Ansätze gezeigt. Zudem präsentieren LESSIE-Partner Innovationsideen, die im Vorfeld des Innovationsforums in Workshops entwickelt wurden.“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Jürgen Anke, Hochschullehrer an der HfTL und einer der Initiatoren des Projektes.

Bereits zum Start der Initiative konnten mittelständische Unternehmen wie die Business Intelligence GmbH (BI), EWERK IT GmbH, Quantic Digital GmbH, Mobility Center GmbH (teilAuto) sowie die Stadt Leipzig, die L-Gruppe und das SpinLab als assoziierte Partner gewonnen werden. Inzwischen sind viele weitere Unternehmen und Akteure in Mitteldeutschland auf LESSIE aufmerksam geworden und zeigen hohes Interesse an einer Zusammenarbeit. Auch das DFG-Forschernetzwerk FOKUS:SE bringt sich aktiv in die Ausgestaltung der Initiative ein. Des Weiteren kooperiert die Initiative mit dem Innovationszentrum „Smart Systems Hub”, welches sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenbringt um die Digitalisierung der Mikroelektronik und IT-Industrie voranzutreiben.

 

Zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Initiative erklärt Prof. Dr. Rainer Alt vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Leipzig: „Das in der Folge des Innovationsforums entstehende Smart Service Lab soll einerseits Werkzeuge zur methodisch-systematischen Entwicklung von Smart Services bereitstellen und andererseits mittels Demonstratoren insbesondere die mittelständige Wirtschaft im Innovationsprozess unterstützen. Die Initiative soll zahlreiche Partner aus der Region einbinden und einen intensiven Austausch mit der mittelständischen Wirtschaft sowie weiteren Innovationslaboren unterstützen.“

 

Zu den Projektinitiatoren:

Das Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. wurde 2006 zum Zweck der Förderung von Wissenschaft und industrienaher Forschung und Entwicklung auf den Gebieten der Informatik und Wirtschaftsinformatik gegründet. Das Institut ist ein anerkanntes An-Institut der Universität Leipzig und hat sich zu einem der größten und drittmittelstärksten Forschungs- und Transferinstitute entwickelt. Der Fokus vom InfAI liegt dabei auf den Bereichen Big Data / Smart Data, Logistik, Data Analytics, biomedizinische und technische Daten- und Prozessmodellierung, Energiewirtschaft und Dienstleistungsforschung.

 

Das Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI) der Universität Leipzig umfasst drei Professuren, bietet einen Bachelor- und einen Masterstudiengang in Wirtschaftsinformatik an und verfolgt aktiv die angewandte Drittmittelforschung. Zu den Schwerpunkten der in LESSIE beteiligten Professur für Anwendungssysteme (Prof. Alt) zählt die auf Basis des Business Engineering methodisch fundierte Gestaltung digitaler Innovationen im Kunden- und Lieferantenkontakt. Aktuelle Projekte betreffen das Social Customer Relationship Management, die Echtzeit-Supply Chain-Unterstützung sowie digitale Plattformen im Automobil-, Energie- und Finanzbereich.

 

Die HfTL ist eine durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) anerkannte private Hochschule in Trägerschaft der HfTL- Trägergesellschaft mbH, eine hundertprozentige Beteiligung der Deutschen Telekom AG. Die HfTL steht für Lehre und Forschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien und ist die einzige deutsche Hochschule mit diesem Spezialprofil. Aktuell sind rund 1.440 Studierende in den direkten, dualen und berufsbegleitenden Bachelorstudiengängen Informations- und Kommunikationstechnik, Wirtschaftsinformatik, Kommunikations- und Medieninformatik, Angewandte Informatik, sowie in den Masterstudiengängen Wirtschaftsinformatik und Informations- und Kommunikationstechnik immatrikuliert.

 

 

 

 

 

Erforschung optischer Eigenschaften von Polymerfasern

Prof. Dr.-Ing. Christian-Alexander Bunge
Forschung an Polymerfasern in der HfTL

Seit mehreren Jahren forscht Prof. Dr.-Ing. Christian-Alexander Bunge an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) gemeinsam mit Partnern an optischen Fasern, deren Beeinflussung und Veränderung zum optimierten Einsatz in der Kommunikations- und Automobilbranche. So hat Prof. Bunge im Rahmen einer langjährigen Forschungskooperation mit dem Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen und mehreren industriellen Partnern Technologien entwickelt, mit denen Polymerfasern in neuartigen, deutlich einfacheren und ökologischeren Prozessen gefertigt werden.
Normalerweise erhalten diese Fasern ihre speziellen optischen Eigenschaften durch Hinzufügen von speziellen chemischen Komponenten, sog. Dotierstoffen, die oft teuer, gefährlich in der Handhabung und ökologisch bedenklich sind. In den entwickelten Fertigungsprozessen werden die optischen Eigenschaften ausschließlich durch spezielle Temperaturbehandlung erreicht.

In einem aktuellen Forschungsprojekt, welches von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert wird, wird die Kontrolle der optischen Eigenschaften von Polymeren detaillierter untersucht. Im Fokus der Forschung stehen die unterschiedlichen Veränderungen verschiedener Eigenschaften der Polymerfaser beim Abkühlprozess. Es soll weiterhin betrachtet werden, wie durch Heiz- oder Kühlzyklen sowie durch zusätzliche Bestrahlung mit UV-Licht die Vernetzung der Polymerketten sowie deren räumliche Anordnung kontrolliert und gesteuert werden kann. Damit ließen sich dann u.a. die optische Dichte, die Brechzahl, des Polymers lokal ändern, was neben der Herstellung von Fasern auch planare optische Strukturen durch einfaches Einschreiben in ein bestehendes oder aufzubringendes Material ermöglichen würde. Diese optischen Strukturen könnten Licht leiten zur Kommunikation, aber auch als optische Sensoren dienen oder einfach Licht zu den Seiten abgeben und als spezielle Lichtquelle dienen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen vom Automobilsektor über klassische Elektronik bis hin in die Möbelfertigung.
Die Forscher erhoffen sich von diesem Vorhaben weiter Erkenntnisse, um die industrielle Nutzung von Polymerfasern stärker vorantreiben zu können.

Duale Studierende feierlich exmatrikuliert

Festrede des Rektors der HfTL, Prof. Volker Saupe
Ansprache Prof. Müller, Prorektor Studium und Forschung
Auszeichnung der besten Studierenden

Mit einem Festakt verabschiedete der Rektor der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Saupe, am 10. Februar 2018 über 200 dual Studierende im Mendelssohn-Saal des Gewandhauses zu Leipzig aus den Reihen der eingeschriebenen Kommilitonen.

In seiner Festansprache ging der Rektor der HfTL auf die Herausforderungen eines dualen Studiums, die Vereinbarkeit von akademischer Ausbildung und dem parallelen Erwerb praktischer Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen der Deutschen Telekom ein.  Damit dieser Balanceakt auch gelingt, ist die internetbasierte Lehre ein wichtiger Bestandteil des dualen Studienmodells und ermöglicht den Studierenden einen Wissenserwerb auch außerhalb des klassischen Hörsaals.

Prof. Saupe thematisierte auch die kürzlich veröffentlichte Empfehlung des Wissenschaftsrates zur Nicht-Akkreditierung. Wesentliche Kritikpunkte sind hier der Einfluss des Trägers auf die akademischen Belange.

„Uns wurde durch den Wissenschaftsrat aber auch bestätigt, dass die Qualität der akademischen Ausbildung sich auf einem unverändert hohen Niveau befindet, vergleichbar mit staatlichen Hochschulen. Dies wird uns auch in den erfolgreichen Programmakkreditierungen unserer Studiengänge attestiert. Von dieser niemals infrage gestellten Qualität in der Lehre und dem Engagement unserer Hochschullehrer und wissenschaftlicher Mitarbeiter haben Sie im Studium profitiert und wir können Sie heute als Absolventen in unser Alumni-Netzwerk aufnehmen.“, bekräftigte Prof. Saupe in seiner Rede.

„Die besondere Studienorganisation im dualen Studium ist im Wissenserwerb dem direkten Studium ebenbürtig. Sie verfügen über vergleichbares Wissen und Fachkompetenzen wie in anderen Studienformen auch.“ bestätigte Prof. Dr. Jean-Alexander Müller, Prorektor für Studium und Forschung, in seiner Ansprache.
Er wünschte den Absolventen alles Gute für die berufliche Zukunft und forderte sie auf, sich durch ständige Weiterbildung für die fachlichen Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.

Svenja Kaiser, Martin Meszaros und Kevin Elmer dankten abschließend im Namen aller Absolventen den Eltern, Partnern, Freunden, den Hochschullehrern und Mitarbeitern der Hochschule für die Unterstützung während des Studiums.

Stellungnahme zur Akkreditierungsentscheidung des Wissenschaftsrates

Der Wissenschaftsrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung gegen die Akkreditierung der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) ausgesprochen.

Wesentliche Kritikpunkte waren Verstöße gegen die Freiheit von Lehre und Forschung und die Selbst- und Studienorganisation der HfTL sowie eine Überlastung der Lehre und damit eine geringe Forschungsleistung. Kritik an der Lehrkompetenz bzgl. der Studiengänge und Lehrenden wurde nicht geäußert.

Gesichert bleibt, dass die derzeit eingeschriebenen Studierenden ihr Studium mit einem staatlich anerkannten Hochschulabschluss beenden können. Der Abschluss der HfTL entspricht den Qualitätsansprüchen einer staatlichen Hochschule.

Die Veröffentlichung des Wissenschaftsrates zur Nicht-Akkreditierungsempfehlung zeigt, dass im Fokus der Kritikpunkte nicht die Qualität der akademischen Ausbildung, sondern der Einfluss des Trägers auf akademische Belange der Hochschule steht.
Deutlich wird die Qualität der Lehre an der HfTL beispielsweise anhand der erfolgreichen Programmakkreditierungen der Studiengänge durch die Akkreditierungsgesellschaft ASIIN e.V. So  gibt es in den derzeit laufenden und abgeschlossenen Verfahren bisher keine versagte Programmakkreditierung.

Diese Unterlagen sind öffentlich einsehbar z.B.

für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Telekommunikationsinformatik

für den direkten Bachelorstudiengang Telekommunikationsinformatik

für den Masterstudiengang Informations- und Kommunikationstechnik

sowie den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik

Die Evaluierung des Wissenschaftsrats wird auch einfließen in die in der vergangenen Woche zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), der Deutschen Telekom AG und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) vereinbarte Aufnahme von Verhandlungen über eine Stiftungsfakultät „Digitale Transformation“ an der HTWK. Die Deutsche Telekom AG begrüßt dieses Vorhaben als Weg in eine neue Ausrichtung. Eine zu verhandelnde und neu zu errichtende Stiftungsfakultät wäre Teil der HTWK und würde unabhängig von der Zukunft der HfTL eingerichtet. Aus Sicht des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst haben die vom Wissenschaftsrat bei der HfTL bemängelten Punkte keinen Einfluss auf die Qualität einer künftigen, neu eingerichteten Stiftungsfakultät an der HTWK.

Obwohl zwischenzeitlich durch die  HfTL eine entsprechende Aktualisierung der Grundordnung und weitere Hinweise des Wissenschaftsrates realisiert werden konnten, sieht der Wissenschaftsrat die Einflussnahme des Trägers als gravierenden Einschnitt in die Freiheit von Lehre und Forschung. Nicht bemängelt wurde die Qualität der Arbeit im akademischen Bereich.

Leipzig, 31.01.2018

 

Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Saupe

 

Rektor

Ein Wettbewerb ohne Verlierer!

Eröffnung der Siegerehrung durch Prof. Sabine Radomski
Studierende präsentieren ihre Projektergebnisse
Auszeichnung der Siegerteams

In diesem Jahr feiert der Software-Engineering Wettbewerb an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) ein Jubiläum. Seit fünf Jahren findet der von Prof. Dr.-Ing. Sabine Radomski initiierte studentische Wettbewerb an der HfTL statt und erfreut sich steigender Teilnehmerzahlen und komplexer werdender Themenstellungen aus IT-Unternehmen der Region und der Deutschen Telekom.

Im Rahmen der Siegerehrung wurden am 25. Januar 2018 aus den mehr als 300 teilnehmenden Studierenden die sechs besten Teams für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet.

Es sind nicht nur die von den zahlreichen Sponsoren bereitgestellten Preise, wie ein Scrum-Workshop, attraktive Weiterbildungsangebote im Bereich Open Source, Design Thinking und Sachpreise, welche diesen Wettbewerb so attraktiv machen. Vielmehr haben die Studierenden hier die Möglichkeit, an spannenden Themen aus der betrieblichen Praxis zu arbeiten und kreative Lösungswege zu entwickeln. Die Zusammenarbeit in örtlich verstreut agierenden Teams ist eine zusätzliche Herausforderung und gleichzeitig eine nicht zu unterschätzende Erfahrung für den späteren Berufseinstieg.

„Mich hat das Engagement und die Kreativität der Studierenden bei der Lösung der gestellten Aufgaben begeistert. In diesem Jahr sind wieder hervorragende Produkte entstanden, welche sofort in die betriebliche Praxis übernommen werden können.“ erklärt Prof. Sabine Radomski.

So hat eines der Teams im Modul Software Engineering eine exzellente Lösung zum sicheren Löschen von sensiblen Daten entwickelt. Der prognostizierte finanzielle Nutzen bei einem Einsatz zum Beispiel innerhalb der Deutschen Telekom bewegt sich im sechsstelligen Bereich und zeigt, wie praxisnah dieser Wettbewerb aufgestellt ist.

Mit einer Vereins-App für einen regionalen Fußballklub, einer Lösung für die Personalplanung eines örtlichen IT-Unternehmens konnten sich weitere Teams vordere Plätze sichern. Die von den Studierenden eingereichten Lösungen werden durch eine Jury nach definierten Kriterien bewertet. Dazu gehören der Schwierigkeitsgrad, der Nutzen und die Umsetzung entsprechend der Vorgaben.

Das zweitplatzierte Team präsentierte eine anspruchsvolle Lösung für die Darstellung von Bildern und Grafiken auf mehreren mobilen Endgeräten in einem Raum. Die Einbindung eines Whiteboards und verschiedener Darstellungsoptionen eröffnen neue Möglichkeiten bei einem Einsatz in Lehrveranstaltungen oder wissenschaftlichen Tagungen.

„Presentation to Animation“ – mit ihrem professionellen Ergebnis zu einer 3D-basierten Lösung für Präsentationen konnte sich die Studierenden den ersten Platz sichern. Bei der Live-Demonstration stellten sie innerhalb weniger Minuten eine personalisierte 3D Visualisierung mit beeindruckenden Effekten vor.

Gemeinsam mit den anwesenden Themenstellern und Sponsoren dankte Prof. Sabine Radomski in ihrem Schlusswort den Studierenden für die engagierte Teilnahme und drückte ihre Zuversicht aus, dass auch im kommenden Wettbewerb wieder hervorragende Ergebnisse erzielt werden.

Prof. Sabine Radomski lehrt an der HfTL in den Bereichen Verteilte Systeme, Software Engineering, Software Management sowie User Experience. Schwerpunkte ihrer Forschungstätigkeit sind Softwarequalität, IT-Sicherheit und Cloud Computing. Sie ist BITKOM-Expertin im AK Cloud Computing und Outsourcing (CCO), Mitglied der Task Force Software-Gestalter und engagiert sich seit vielen Jahren als Botschafterin für MINT-Projekte. Für den von ihr ins Leben gerufenen Softwarewettbewerb wurde sie von der Zeitschrift UNICUM 2015 als Professor des Jahres 2015 ausgezeichnet. 

Geprüfte Sicherheit: Gütesiegel für Software

Prof. Dr.-Ing. Sabine Radomski
Dr. Aleksandra Sowa

Wissenschaft, Politik und IT-Branche wollen gemeinsam Sicherheit und Datenschutz in der digitalen Welt stärken. So soll ein Gütesiegel für die Softwarequalität entwickelt werden, das Nutzern auf einen Blick Orientierung bietet. Dafür haben Prof. Dr.-Ing. Sabine Radomski, Hochschullehrerin an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), und Dr. Aleksandra Sowa innerhalb der Gesellschaft für Informatik e. V. den Arbeitskreis „Sicher in die Digitalisierung mit geprüfter Software“ gestartet.

Neben Chancen entstehen durch die Digitalisierung auch Risiken und damit Ängste bei den Verbrauchern. Die missbräuchliche Nutzung unrechtmäßig erhobener Daten, die Nichteinhaltung des Datenschutzes und unsichere IT-Systeme können zu sozialen, persönlichen und gesellschaftlichen Schäden führen.
In der gesellschaftlichen und politischen Diskussion wird das Thema des Datenschutzes und der -sicherheit bereits über einen längeren Zeitraum kontrovers diskutiert. Schlagworte wie Softwaresicherheits-Zertifikate, Vorgaben für Algorithmen oder der Begriff des technischen Datenschutzes münden aktuell in zwei praktischen Vorhaben: einerseits dem IT-Gütesiegel des BMI und andererseits in der Datenschutzzertifizierung der EU.

Da setzt das Vorhaben eines Gütesiegels für Softwarequalität an. Mit technischen und organisatorischen Maßnahmen können Anforderungen an eine sichere Software erfüllt werden. Dies beginnt bei der Definition und Einhaltung verbindlicher Software-Entwicklungsrichtlinien, der Prüfung der Software anhand fester Prüfkriterien und Standards sowie mithilfe von Methoden der Qualitätssicherung und schließt die wirtschaftliche Nachhaltigkeit ein.
„Wir möchten mit unserem gemeinsamen Engagement die große Bedeutung von Softwarequalität für die Digitalisierung deutlich machen und auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeiten. Aktuelle Ereignisse zeigen doch sehr deutlich, dass hier konkreter Handlungsbedarf besteht“, erklärt Prof. Sabine Radomski.
Zu den Partnern eines Gütesiegels Softwarequalität zählen u. a. das Bundesministerium für Sicherheit in der IT (BSI), BITKOM, Deutsche Telekom AG, TÜV-IT, TÜV-Süd, Gesellschaft für Informatik e. V., IT-Cluster Mitteldeutschland und das Fraunhofer Institute for Secure Information Technology (SIT).
Der Arbeitskreis „Sicher in die Digitalisierung mit geprüfter Software“ der Gesellschaft der Informatik e. V. wird neben dem Gütesiegel für Softwarequalität auch ethische Fragestellungen der Digitalisierung thematisieren und aktuelle Entwicklungen wie security by design, quality by design, ethics by design etc. sowie continuous integration und continuous delivery berücksichtigen und weiterentwickeln.

Prof. Sabine Radomski lehrt an der HfTL in den Bereichen Verteilte Systeme, Software Engineering, Software Management sowie User Experience. Schwerpunkte ihrer Forschungstätigkeit sind Softwarequalität, IT-Sicherheit und Cloud Computing. Sie ist BITKOM-Expertin im AK Cloud Computing und Outsourcing (CCO) und engagiert sich seit vielen Jahren als Botschafterin für MINT-Projekte. Für den von ihr ins Leben gerufenen Softwarewettbewerb wurde sie von der Zeitschrift UNICUM 2015 als Professor des Jahres 2015 ausgezeichnet.

Dr. Aleksandra Sowa ist zertifizierte Datenschutzbeauftragte, Datenschutzauditorin und IT-Compliance Manager. Sie gründete und leitete zusammen mit dem Kryptologen Hans Dobbertin das Horst-Götz-Institut (HGI) für Sicherheit in der Informationstechnik. Sie ist Publizistin, Gastdozentin und Autorin mehrerer Fachbücher zu Datenschutz und Compliance. Dr. Sowa engagiert sich auf vielfältige Weise für den Datenschutz und die Datensicherheit in einer digitalen Gesellschaft.

Erlebe Zukunft – Triff Pepper!

Die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) öffnet am 11. Januar 2018 im Rahmen des Hochschulinformationstages ihre Hörsäle und Labore für Schüler und Studieninteressierte. Von 09:00 bis 13:00 Uhr können unsere Gäste einen detaillierten Einblick in das Studienangebot der HfTL erhalten und den Campus im Süden Leipzigs kennenlernen.

Neben dem Besuch regulärer Vorlesungen und Seminare bieten wir mit unserem Programm zum Tag der offenen Hochschule in diesem Jahr spannende Themen aus verschiedenen Zukunftstechnologien an. Künstliche Intelligenz und Robotik „zum Anfassen“ präsentieren unsere Studierenden mit Pepper – einem humanoiden Roboter, welcher Mimik und Gestik analysieren und entsprechend darauf reagieren kann. Pepper und seine menschlichen Begleiter sind den gesamten Zeitraum des Tages der offenen Hochschule in der HfTL und beantworten Fragen zu ihrem Projekt, den Studieninhalten und den Ihren Karrierechancen nach dem Studium. Daran anknüpfend stellt Prof. Dr. Tilo Strutz gemeinsam mit Studierenden das Erkennen von Gesten vor und die Interessenten können auf spielerische Weise eine Lösung für das „Object- und Face-Tracking“ ausprobieren. Das Steuern von Geräten mit Hilfe von Gesten ist neben der Sprachsteuerung und dem Mobilfunk eines der ambitioniertesten Forschungsfelder der HfTL im Bereich der Nachrichtentechnik. Die vielfältigen Facetten der Digitalisierung erleben unsere Besucher bei Vorträgen zum Internet der Dinge (IoT) am Beispiel von zukünftigen digitalen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der digitalen Zukunft ist der Umgang mit Datenschutz und Datensicherheit. Prof. Dr. Erik Buchmann, der den Datenschutz an der HfTL in Forschung und Lehre vertritt, wird über aktuelle Probleme bei der Digitalisierung vortragen. Des Weiteren können sich die Studieninteressierten bei unserem Live-Vortrag „Man-in-the-Middle“ in die Perspektive eines Hackers begeben und mehr über diese Art von Angriffen aus dem Netz erfahren. Wie die intelligente Beleuchtung für das Auto der Zukunft funktioniert und welche völlig neuen Möglichkeiten die Kommunikation mit Licht bietet, erläutert Prof. Dr. Christian Bunge am Beispiel verschiedener Forschungsvorhaben in den Laboren der optischen Kommunikation der HfTL. Neben der Praxis im Studium steht an diesem Tag auch die individuelle Beratung der Studieninteressierten im Fokus. Hochschullehrer, Mitarbeiter und Studierende stellen die inhaltlichen Besonderheiten der Bachelor- und Masterstudiengänge vor und stehen für Gespräche zum Studieneinstieg, zur Vorbereitung und Bewerbung als Ansprechpartner zur Verfügung. Das gesamte Programm des Tages der offenen Hochschule finden Sie unter www.hftl.de/ot2018 zum Nachlesen und als Download.

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