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Den europäischen
Hochschulraum ausbauen

Ziel des Projekts "MADEPRITI - Master Degree Programme in Telecommunication Informatics" war es, mit Unterstützung von Telekommunikationshochschulen aus Valencia, Lille, Leipzig und Žilina an unseren zwei russischen Partnerhochschulen in Novosibirsk  und St Petersburg Bolognagerechten Masterkurse zur Annäherung an den europäischen Hochschulraum aufzubauen und einzurichten. Inhaltlicher und organisatorischer Leiter war Prof. Krouk, Prorektor an der Siberian State University for Telecommunications and Informatics (SibSUTI) Novosibirsk (coordinator), während die Finanzierung des Projektes in den Händen von Dr. Fabian von der slowakischen University of Žilina -UNIZA (contractor) lag. Dieses Hochschulkooperationsprogramm der Europäischen Union widmet sich der Lehrplanentwicklung an den beiden russischen Hochschulen mit dem Ziel der Vergabe eines Bolognagerechten „Master Degree in Telecommunication Informatics". Dabei sollten natürlich bisherige Erfahrungen und regionale Besonderheiten, z.B. die speziellen  Anforderungen des russischen Arbeitsmarkts in den Bereichen Informatik und Telekommunikation in das Masterprogramm einfließen.

Im Konsortium arbeiteten die Partnernuniversitäten University of Žilina (SK), Hochschule für Telekommunikation Leipzig (DE), Telecom-Lille1 (FR), Universidad Politécnica de Valencia (ES) sowie Russland: Siberian State University for Telecommunications and Informatics, Novosibirsk und Bonch-Bruevich St. Petersburg State University of Telecommunications  sowie das Russian Federation Ministry for Communications and Informatization zusammen. Das Projekt geht unter anderem auf die langjährige Kooperation der teilnehmenden Hochschuleinrichtungen zurück. Bei mehreren Meetings des Konsortiums wurden regelmäßig Stand und weitere Aufgaben kontrolliert und Arbeitsaufgaben kontinuierlich fortgeschrieben.

Das Arbeitsprogramm beinhaltet:

  • Trainingsphasen für Hochschulpersonal durch Experten der EU-Partner in Russland (Prof. Brückner/Leipzig und Prof. Arnau/Valencia)
  • Trainingsphasen russischer Hochschullehrer in Valencia, Lille und Leipzig
  • Studienaufenthalte für 14 Studierende aus St Petersburg und Novosibirsk an die europäische Hochschulen in Žilina, Valencia und Leipzig
  • die Entwicklung von Lehrmaterialien und die Implementierung neuer Lehrmethoden auf Grundlage der Erfahrungen der europäischen Partner.

Das Projekt führte zu strukturellen Änderungen an den russischen Universitäten, die mittlerweile auch den „Segen" der russischen Ministerien haben. Im Ergebnis entstand ein Masterprogramm, welches in großen Teilen unserem Master TKI entspricht und somit potentielle Möglichkeiten für einen Studierendenaustausch bzw. für ein Doppeldiplom bietet. Seitens der HfTL wurden die inhaltliche und finanztechnische Arbeit nahezu ausschließlich von Prof. Brückner geleistet. Die Organisation erfolgte durch das Akademische Auslandsamt der HfTL, wobei Frau Graf hier federführend tätig war.

Durch diese  auch von den Partner hoch anerkannte Arbeit wurden zusätzliche finanzielle Mittel in die Kasse der HfTL „gespült" - Geld, welches durchaus Verwendung für andere internationale Projekte finden könnte und sollte.Bereits vor Projektende wurde eine Fortsetzung der Zusammenarbeit vereinbart. Dabei besteht nicht nur auf russischer Seite ein großes Interesse an der weiteren Zusammenarbeit in den Bereichen Innovationsmanagement und duale Studiengänge sowie der Einführung von Doppeldegrees. Hierzu wird es weitere Gespräche bis zum Frühjahr nächsten Jahres geben, um die erfolgreich begonnene Arbeit fortzusetzen.

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