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Das akademische Netzwerk
der Telekom

Die T-Systems ICTO Region Management UK & CEE veranstaltete ihre „Regional Universities Conference" in diesem Jahr in Leipzig. Die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) war gemeinsamer Partner der universitären Veranstaltung und begrüßte als lokaler Gastgeber Vertreter der Universität Oradea in Rumänien, der Universität Debrecen in Ungarn, der Technischen Universität Košice und der Šafárik-Universität Košice - beide aus der Slowakei. „Wir möchten mit dieser Veranstaltung dazu beitragen, dass der akademische Austausch über Ländergrenzen hinweg kontinuierlich fließt, dass Dozenten untereinander Kontakte knüpfen und jungen Menschen somit die Möglichkeit eröffnen, Erfahrungen im Ausland zu sammeln.", so Franz Grohs, Leiter der TS ICTO Region  Management UK & CEE.

Prof. Meßollen, Rektor der HfTL eröffnete die Veranstaltung „T-Systems Regional Universities Conference @ HfTL" und würdigte die internationale akademische Zusammenarbeit als Pfeiler in der aktuellen Hochschulpolitik. Er nutzte die Anwesenheit der zahlreichen internationalen Gäste zur Vorstellung der Hochschule für Telekommunikation Leipzig und stellte vor allem die Studiengänge in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Besonderes Interesse fanden dabei die berufsbegleitenden Studiengänge und das eigens dazu konzipierte Studienbegleitprogramm.

Die lange und sehr intensive universitäre Zusammenarbeit der T-Systems war für Franz Grohs das Signal, vom Aufbruch der T-Systems in Zentral- und Osteuropa zu berichten. Quasi auf der grünen Wiese entstanden in den letzten Jahren leistungsfähige Service-Center in Košice und Debrecen. Neben dem Engagement und hohen Know-how der Mitarbeiter vor Ort beschreibt Franz Grohs weitere Entwicklungspotenziale, wie die Erweiterung des Sprach-Service oder die Implementierung von ausgewählten Kunden- und Kompetenz Centern. Mit den einzelnen Vorstellungen der Universitäten aus Oradea, Debrecen und Košice war auch so mancher „Aha"-Effekt verbunden. Neben der langen Tradition dieser Bildungseinrichtungen überraschten äußerst moderne Lehr- und Praxisbedingungen, sowie ein breites Spektrum an Fakultäten und Instituten sowie die im Vergleich zu HfTL riesige Anzahl an immatrikulierten Studierenden. Alleine an der Universität Debrecen sind mehr als 20.000 Studenten aller Richtungen eingeschrieben.

Während des Rundgangs durch die HfTL konnte Prof. Meßollen den Spannungsbogen von den Anfängen der Hochschule ab 1953 mit Leipzigs größtem Hörsaal und Vorlesungen des Nobelpreisträgers Heisenberg bis zur Umgestaltung als moderne Bildungsstätte des Konzerns Deutsche Telekom ziehen.

Interessante Einblicke erhielten unsere Gäste im Labor von Prof. Bunge. Datenübertragung via Glasfaser oder Hausnetze auf Basis von Polymerfasern waren zentrale Themen des Vortrags. Eine angeregte Diskussion über künftige Technologietrends rundete den Besuch im Labor optische Nachrichtentechnik ab.

Technologien zur automatischen Steuerung von Netzwerken stellte Prof. Möbert vom Institut für Telekommunikationsinformatik der HfTL vor. „Wir möchten diese komplexen Technologien auch technisch weniger versierten Nutzern zugänglich machen und bieten mit diesem Entwicklungsvorhaben unseren Studierenden die Möglichkeit, hier in einem frühen Stadium wissenschaftlich tätig zu werden.", so Prof. Möbert.

Auch hier zeigte es sich, dass der angeregte akademische Austausch sehr schnell zustande kam und es viele Gemeinsamkeiten bei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gibt.

Forschung auf höchstem Niveau präsentierte Prof. Schneider im Institut für Hochfrequenztechnik. Optische Technologien nehmen in vielen Bereichen unseres Lebens eine Schlüsselstellung ein. Daten werden erhoben, gesammelt und über große Strecken mittels Glasfaser übertragen. Hier setzt das Forschungsprojekt „Slow and fast Light" an.
Bisher kann das Problem der optischen Zwischenspeicherung eines Signals als noch nicht zufrieden stellend gelöst betrachtet werden. Durch die gezielte Veränderung eines optischen Signals entlang seines Weges wird die Ausbreitungsgeschwindigkeit gezielt verändert. Dazu bedient man sich unterschiedlicher, nichtlinearer Effekte, welche in der Glasfaser zum Einsatz gebracht werden.

Zum Finale des Rundgangs durch die HfTL stellte Prof. Schlayer ein Entwicklungsprojekt für Materialien zur Sicherung der Elektromagnetischen Verträglichkeit vor. Besonderes Interesse erregte das umfangreiche Equipment und hier insbesondere die Absorberkammer der HfTL, welche Störungsfreie Messungen ermöglicht.

Die HfTL als Gastgeber hatte sich noch ein Highlight als Abschluß des interessanten Tages aufgehoben, denn Leipzig ist nicht nur eine Stadt der Wissenschaft und Forschung. Mit dem Erfolg als Messestadt siedelten sich bekannte Künstler an und prägten nachhaltig die Stilrichtungen einzelner kunstgeschichtlicher Epochen. Die wohl bekannteste ist die sogenannte „Leipziger Schule", die durch die Verknüpfung von höchstem künstlerischen Anspruch und dem erforderlichen und dadurch prägenden Handwerk charakterisiert ist. Mit Frau Treuner von der Kunsthalle Leipzig konnte eine profunde Kennerin dieser Materie als Gastrednerin gewonnen werden. Die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig verfügt über die größte Sammlung der Leipziger Schule Mit diesem Exkurs durch die Leipziger Schule klang die Veranstaltung „T-Systems Regional Universities Conference @ HfTL" aus.

Im Sinne der Internationalisierung des Bolognaprozesses ist diese Veranstaltung ein weiterer Schritt beim Zusammenarbeiten von Hochschulen und Universitäten. Dies zeigen auch die ersten Gespräche zwischen den beteiligten Bildungseinrichtungen mit Fokus auf mögliche gemeinsame Forschungsvorhaben und Bildungsprojekte als Beitrag zum internationalen akademischen Netzwerk.

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