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Vorlesung
mal anders

Prof. Schemmert und M. Graf stellen Experimente vor
Prof. Bensberg erläutert den Begriff Data Mining

Noch etwas ungewohnt betraten am 10. Februar rund 35 SchülerInnen des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule der Arwed-Rossbach-Schule den Hörsaal B der Hochschule für Telekommunikation Leipzig.
Mit Zahlen, Daten und Fakten über die HfTL konnten sich die SchülerInnen einen ersten Eindruck von der Hochschule, den Studiengängen und den sehr guten Lehr – und Studienbedingungen machen.
Viele Fragen der SchülerInnen drehten sich um die Praxis im Studium und die Aussichten auf einen Arbeitsplatz danach. Doch dazu später mehr.

Kurze Zeit danach starteten Prof. Dr. Ulf Schemmert und Michael Graf die in Abstimmung mit den PädagogInnen des Arwed-Rossbach-Gymnasiums geplante Experimentalvorlesung.
In der Vorlesung dreht sich alles um Schwingungen, Frequenzen und Wellen.
Mit einem eindrucksvollen Video vom Einsturz der Tacoma –Brücke stellte Michael Graf diese Form Resonanzkatastrophe einer erzwungenen Schwingung vor. Welche Auswirkungen stehende Schallwellen hervorrufen und wie diese auf das menschliche Trommelfell einwirken, konnte er im Experiment eindrucksvoll vorführen.

Experimentell ging es dann auch bei Prof. Schemmert um elektromagnetische Wellen. Ein Handy hat heute fast jeder. Doch nur die wenigsten wissen, dass ohne die genauen Kenntnisse über Frequenzen und Wellen drahtlose Kommunikation unmöglich wäre.
In anschaulichen Vorführungen zeigte Prof. Schemmert, wie Schwingungen und Wellen erzeugt werden.
Spannend fanden die Schüler die Experimente mit grünem und rotem LASER-Licht zur optischen Telekommunikation in Glasfasern.

Bildergalerie der Experimentalvorlesung

Nach diesem Ausflug in die experimentelle Physik stand die nächste Vorlesung unter dem Motto „Data Mining“.
Sie wissen nicht, was Data Mining bedeutet? Dann geht es ihnen wie den Schülern vom A.-Rossbach-Gymnasium.
Schnell klärte Prof. Dr. Bensberg diesen Sachverhalt auf und allen war klar, hier geht es um das Analysieren großer Datenmengen. Mit plastischen Beispielen, wie Daten aus dem Kassenzettel beim Discounter ausgelesen werden oder was es mit den  Kaufvorschlägen beim Internetshopping auf sich hat, blieb es nicht bei der bloßen Theorie.
Was haben Windeln mit Bier gemeinsam? Auf den ersten Blick zugegeben nicht viel. Gemeinsam in einem Warenkorb wird daraus ein spannendes Experiment über die mögliche Vorhersage von Kunden- und Einkaufsverhalten. In verschiedenen Analyseschritten wurden Daten betrachtet, analysiert und Prognosen erstellt.
Für die SchülerInnen ein erster, detaillierter Einblick in die spannende Welt der Wirtschaftsinformatik.

Was verbirgt sich hinter dem Kürzel MMS? Kein Schiff, sondern ein modernes Unternehmen der T-Systems mit Hauptsitz in Dresden, wobei MMS für Multi Media Solution steht.
Was die MMS genau macht, davon berichteten zwei duale Studierende der HfTL. Martin Lange und Heiko Diedemann, beide im fünften Semester des dualen Studiengangs Telekommunikationsinformatik (TKI) erzählten ausführlich über den Studienalltag. Schwerpunkt ist dabei die betriebliche Praxis bei der MMS. Beide sind in unterschied-liche Projekte eingebunden. Cloud Computing oder strategische Planungen, beide tragen im Team Verantwortung für den Erfolg dieser Projekte. Interessant war für die Schülerinnen und Schüler der Studienablauf, Präsenzphasen an der HfTL oder das eigenverantwortliche Lernen zu Hause oder im Ausbildungszentrum. Und ganz wichtig war die Aussage, dass sich beide schon während des Studiums  um einen Arbeitsplatz beworben haben und einen Arbeitsvertrag mit der MMS in der Tasche haben.
Gern standen Martin und Heiko dann den Schülern Rede und Antwort und so manche Frage konnte im individuellen Gespräch geklärt werden.

Für ein anderes Studienmodell haben sich Viktor Becker und Falko Sturm entschieden. Beide sind im fünften Semester des Direktstudiengangs Nachrichtentechnik (NT) und TKI.
Warum sie sich für den direkten Studiengang entschieden haben, wie beide ihr Studium finanzieren und was die Vorteile der Hochschule sind, das erfuhren die SchülerInnen authentisch aus erster Hand.
Viele Fragen an unsere Studierenden drehten sich um das Thema Perspektive, bzw. Jobs nach dem Studium.
Für Viktor ist die Perspektive klar. Er wird in Darmstadt bei der Deutschen Telekom Netzproduktion (DTNP) seine Bachelorarbeit zum Thema Optische Wellenmultiplexer schreiben. Seinen Arbeitsvertrag mit der DTNP in Darmstadt hat er bereist unter Dach und Fach und freut sich auf die Arbeit als Ingenieur.
Falko wird seine Bachelorarbeit bei einem ausländischen Tochterunternehmen zum Thema Next Generation Networks schreiben. Dafür hat er sich die Slovak Telekom in Bratislava ausgesucht. Da die HfTL enge Kontakte zur Slovak Telekom unterhält, funktionieren die Organisation und das Auslandssemester selbst reibungslos.
Danach möchte er an der HfTL seinen Master machen und später ebenfalls in die Deutsche Telekom einsteigen.
Studieren ist nicht alles. Und so berichteten beide vom Studentenclub der HfTL, vom Sport – und Freizeitangebot und den vielen Feiern, angefangen vom Fasching bis zum Bergfest.
Kompetent konnten alle Fragen der SchülerInnen beantwortet werden.

Zwischen dem Arwed-Rossbach-Gymnasium und der Hochschule für Telekommunikation Leipzig besteht seit langer Zeit eine sehr intensive Zusammenarbeit. Die Experimentalvorlesung ist dabei ein Baustein innerhalb der abgestimmten Veranstaltungen beider Bildungseinrichtungen.

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