Zum Inhalt

Gymnasiasten aus Grimma
zu Gast in der HfT Leipzig

Was einmal als spontane Unterstützung bei der Restaurierung der von der Flut im Jahre 2002 beschädigten Orgel  des St. Augustin Gymnasiums in Grimma begann, hat sich mittlerweile zu einer festen Partnerschaft entwickelt.

Und so ist der Besuch von interessierten SchülerInnen in der Hochschule für Telekommunikation Leipzig ein fester Bestandteil dieser Tradition. Am 19. Juni war es dann wieder soweit. Nach der Ankunft in der HfTL begrüßte Dipl.-Physiklehrer Michael Graf unsere Gäste im Hörsaal C und stellte Ihnen mit einem kurzen Vortrag die Hochschule, Ihre Studiengänge und die zu erwerbenden Abschlüsse Bachelor und Master vor.
Mit einem Video stimmten wir unseren Besuch auf die Vorträge und Experimente in den Laboren der HfTL ein.
Im Physik-Labor gab es Experimente zum Schall, zur Akustik und der Effizienz von Solarzellen. In einer lockeren und angeregten Atmosphäre konnten die SchülerInnen ihr bisheriges Wissen testen und erweitern.  Was das menschliche Gehör an hohen und tiefen Frequenzen hören oder altersbedingt nicht mehr hören kann, hat für Erstaunen gesorgt und vielleicht auch zum Nachdenken, bevor das nächste Mal die Kopfhörer in die Ohren gesteckt und der MP3-Player gestartet wird.

Bei Herrn Dipl.-Ing. Hempel gab es vor dem Laborbesuch eine Reise in die Vergangenheit der Telekommunikation. Im Museum der HfTL konnten sich die Gäste von der Funktionsfähigkeit des Hebdrehwähler-Systems 22 – die 22 steht für das Einführungsjahr 1922 in Deutschland überzeugen. Nach der Vorführung anderer historischer „Raritäten“ ging es dann zur Telekommunikation der Gegenwar. Die Auswertung des D-Kanals im ISDN Protokoll stand im Mittelpunkt der Laborvorführung. Herr Hempel erläuterte den Schülern an diesem Beispiel sehr detailliert die Laborpraktischen Arbeiten, welche Studierende der HfTL im Rahmen Ihres Studiums absolvieren.
DSL über Ethernet, IP- basierender Datenverkehr, SDH oder ATM waren Inhalt des nächsten Labors. Hier konnten die Gäste vom St. Augustin einen ehemaligen Schüler Ihres Gymnasiums bei praktischen Messungen für seine Bachelorarbeit über die Schulter sehen.

Im Bereich Photonik und optische Netze schilderte Dipl.-Ing. Schuster seine Erfahrungen aus seinem erst kürzlich zurückliegenden Besuch bei unserer Partner-Universität in Xian/ China, bevor er mit seinen Gästen Messungen an Glasfaserkabeln durchführte und diese miteinander verschweißte. Wie kleinste Verunreinigungen massive Auswirkungen auf die Übertragungsqualität und Übertragungsgüte haben können und welche Technik und Meßmethoden unsere Studierenden erlernen, erfuhren die BesucherInnen zum Abschluss des Studieninformationstages aus erster Hand von Herrn Schneider.

Mit solchen Formaten, wie einem Infotag nur speziell für SchülerInnen eines Gymnasiums oder Berufsschulzentrums möchten wir als Hochschule jungen Menschen die Vorteile eines technisch-naturwissenschaftlich Studiums und der sich daraus resultierenden beruflichen Chancen näher bringen.

<