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Einfach nicht zu stoppen!

Symbolbild Fernmeldeturm mit Antennenträger

Validierungstests mit Geräten für den Drahtlosen Internetzugang in unterversorgten Gebieten

Der nicht zu übersehende Aufbau auf der Festwiese in Markkleeberg im Süden Leipzigs ließ Passanten an Filmaufnahmen denken. Aber schnell war den Zuschauern klar, hier geht es um Technik pur. Genauer um Versuche auf hohen Frequenzen bei 60 GHz, sog. mmWave-Links, den Internetzugang in unterversorgte Gebiete zu ermöglichen.

Die Experten der Deutschen Telekom aus Bonn, Berlin und Darmstadt untersuchten gemeinsam mit einem Spezialisten von Facebook in unterschiedlichen Versuchsreihen das Verhalten des virtuellen Faser-Netzwerkes auf mmWave-Basis unter realitätsnahen Bedingungen. Mit dabei, die Mitarbeiter und Studenten aus dem Bereich Mobilfunk- und Hochfrequenztechnik der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL). Das Ziel des Feldversuches war es, herauszufinden, wie sich Übertragungsgeschwindigkeit und somit die Datenrate bei einer blockierten Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger verändert.

Ein gebündeltes und genau ausgerichtetes Sendesignal musste gezielt verschiedene Störobjekte durchdringen um zum 100 Meter entfernten Empfänger zu gelangen. So wurden Hindernisse wie Werbeplakate an Baugerüsten, Bäume, metallisierte Gebäudehüllen und absorbierende Kleinobjekte nachgebildet und in die Funkstrecke eingebracht und bei variierenden Betriebsmodi getestet. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und durch weitere Untersuchung z.T. unter Laborbedingungen untersetzt. Erste Ergebnisse zeigen bereits, dass nicht alle Hindernisse den zu erwartenden messbaren Einfluss auf die Übertragungsgeschwindigkeit haben.

„Der Feldversuch hat sich aus vielerlei Hinsicht gelohnt. Wir konnten unsere Erfahrungen aus der HfTL einbringen und mit den gewonnen Erkenntnissen werden wir die gemeinsame Arbeit an diesem Projekt vorantreiben.“, zieht Jens Klinger ein positives Fazit dieser zwei Tage.

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