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Software Qualität

Algorithmen als Wirtschaftsgut

In dem  Positionspapier des Branchenverbands Bitkom zum Thema „Entscheidungsunterstützung mit Künstlicher Intelligenz“, das von einem umfangreichen Autorenteam aus Industrie und Wissenschaft verfasst wurde, hat Prof. Dr. Czarnecki (HfTL) gemeinsam mit Dr. Wisselink (Detecon), Hrn. Nölle (Detecon) und Hrn. Schneider (Detecon und Masterstudent HfTL) den Wert von Algorithmen als wichtiges Wirtschaftsgut im Kontext der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsmodellen beleuchtet.

„Künstliche Intelligenz gewinnt in Unternehmen, Verwaltungen und unserem täglichen Leben rasant an Bedeutung. Den wenigsten ist bewusst, dass bei Internetsuchen, in Online-Shops oder bei Sprachassistenten Verfahren der Künstlichen Intelligenz genutzt werden. Grundlage dieses Erfolgs sind Innovationen in der Prozessor- und Speichertechnologie, im Cloud Computing, der Sensorik, dem Internet der Dinge und der Robotik. Zwar stehen wir beim Einsatz von KI-Systemen trotz aller Fortschritte noch ganz am Anfang. Es zeichnet sich aber jetzt schon eine enorme Dynamik ab, nicht nur in Deutschland, auch in anderen Wirtschaftsregionen.“

In Kapitel 6 des Positionspapiers wird die steigende wirtschaftliche Bedeutung für einen sicherheitsbewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Algorithmen diskutiert. Das Autorenteam beantwortet u.a. die Fragen, wie sich der Wert eines Algorithmus bemessen lässt, wie die Wertschöpfung entsteht oder welche unterschiedlichen Rahmenbedingungen Einfluss auf die Qualität und die Entscheidungsrelevanz haben. Ebenso werden Datenqualität und Validierungsprozesse im Kontext der rechtlichen und regulatorischen Bestimmungen in diesem Positionspapier erläutert.

Prof. Czarnecki beschäftigt sich im Rahmen von Forschung und Lehre mit dem Thema der digitalen Transformation in Unternehmen und dem damit einhergehenden Wandel von betrieblichen Organisationen. Er leitete dazu gemeinsam mit Dr. Carsten Brockmann (Platinion GmbH) und Dr. Eldar Sultanow (Capgemini Deutschland)einen Workshop auf der Informatik 2017.

Methoden und Modelle des Enterprise Architecture Managements (EAM) und der Wandel von Organisationen, gerade auch unter dem Aspekt der digitalen Transformation, waren Themenschwerpunkte des diesjährigen Workshops, der im Rahmen der INFORMATIK 2017 durchgeführt wurde. Die 47. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), der größten Informatik-Vereinigung im deutschsprachigen Raum, fand dieses Jahr in Chemnitz statt.

Das Thema EAM wurde dabei in einer Mischung aus abgeschlossenen und laufenden Forschungsbeiträgen sowie Berichten aus der Praxis beleuchtet. Insgesamt wurde im Rahmen des Workshops festgestellt, dass die Herausforderungen der Digitalisierung auch Auswirkungen auf EAM haben. So ermöglichen kleinere, iterative Vorgehensmodelle eine höhere Flexibilität. Darüber hinaus bieten domänenspezifische Architekturvorschläge konkrete Lösungen an, die als Input für einen digitalen Architekten oder für die Herausforderungen des Internets- der Dinge dienen können.

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